Andreas Bär und SPD Ostheim gegen geplante Erddeponie

Ostheim
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SPD-Bürgermeisterkandidat Andreas Bär und die SPD Ostheim sprechen sich klar und eindeutig gegen die Pläne aus, in Ostheim eine Erddeponie auf einer Fläche von etwa 10 Hektar anzusiedeln.

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Hintergrund dieser Positionierung ist die Aussage eines Ostheimer Landwirts, südwestlich der jetzigen Biogasanlage „Im Pfingstgrund“ (verlängerte Borngärten) in Ostheim eine solche Deponie ansiedeln zu wollen, wozu er vermutlich bereits Schritte eingeleitet hat.

„Wir sind strikt gegen die Einrichtung einer Erddeponie in Ostheim!“, so Bürgermeisterkandidat Andreas Bär und Klaus Mehrling von der SPD Ostheim, „Eine solche Deponie bringt Ostheim nur Nachteile. Im Laufe ihrer Nutzung würden nach Schätzungen von Fachleuten über 100.000 Erdtransporter durch Ostheim zur Deponie und anschließend wieder zurück fahren. Dies ergibt mehr als 200.000 Fahrten mit Schwerlasttransportern durch Ostheim, da eine Zufahrt durch Hammersbach wegen des Torbogens in Marköbel nicht möglich wäre. Dies stellt eine unzumutbare Belastung für die Anwohner dar, die garantiert auch Straßenschäden zur Folge hätte.“

Klaus Mehrling, der ebenfalls ortsansässiger Landwirt ist, weist auf zwei weitere Probleme hin: „Die Erddeponie würde weitere 10 Hektar fruchtbaren Ackerboden zunichtemachen, nachdem die Nidderauer Landwirte bereits durch den hohen Flächenverbrauch in unserer Region wertvollen Boden verloren haben. Außerdem droht die Gefahr, dass die aufgefüllte Erde den Pfingstgrundgraben, der an die Fläche angrenzt, bei Starkregenereignissen zuschwemmt. Dies kann zu überlaufenden Kanälen in Ostheim führen, wie es bereits in der Vergangenheit geschehen ist.“ Durch die Stadt Nidderau wird dieses Gebiet schon seit Jahren als sensibles Gebiet in Bezug auf Starkregen angesehen.

Mittlerweile sind aufgrund der großen Bautätigkeiten in Deutschland Deponien zur Ablagerung der ausgehobenen Erde Mangelware. Deshalb muss die Erde teilweise über weite Strecken transportiert werden. Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtete im Januar diesen Jahres, dass deshalb allein der Abtransport des Erdaushubs eines Einfamilienhauses über 40.000 € kosten könne. Aus diesem Grund ist die Einrichtung einer solchen Deponie für den Besitzer durchaus lukrativ, für die Allgemeinheit allerdings mit Belästigungen und Schäden verbunden.

„Obwohl die konkreten Pläne noch nicht der Öffentlichkeit sind, finden wir es wichtig, schon jetzt auf das Thema aufmerksam zu machen.“, so Andreas Bär erläuternd, „Die Entscheidung über die Einrichtung liegt nämlich nicht bei der Stadt und den politischen Gremien, sondern beim Regierungspräsidium Darmstadt. Die Stadt wird nur angehört, darf aber nicht mitentscheiden. Da Erddeponien mittlerweile selten sind, sehen wir die Gefahr, dass aus vermeintlicher Notwendigkeit eine solche in Ostheim genehmigt wird. Wir bitten daher die Bürgerschaft und die politischen Mitstreiter, sich unserem Anliegen anzuschließen und deutlich zu machen, dass wir keine solche Deponie in Ostheim wollen.“

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