Studierende treffen Gemeindeglieder im Cyberspace

Ostheim

Die 20 Teilnehmer der Wochenendtagung „Universität und Kirche“ waren am Anfang ratlos.

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Was könnte mit dem Titel gemeint sein: „Erlöst der Cyberspace die Seele?“ Zwar hatten alle schon von Online-Sucht gehört und von Internetspionage. Aber was haben die neuen Medien mit der Seele zu tun? Und was mit Religion?

Einmal im Jahr treffen sich Theologiestudierende der Universität Frankfurt mit interessierten Personen aus der Hanauer Region, um über religiöse Themen zu reden. Pfarrer Lukas Ohly, der zugleich Professor an der Universität ist, möchte mit dieser Veranstaltung helfen, dass Universität und Kirche wechselseitig von ihren Erfahrungen profitieren. In seinem Einstiegsreferat wies er nach, dass die Protagonisten der neuen Medien ein religiöses Vokabular benutzen, um den Cyberspace anzupreisen: Der Mensch sei allgegenwärtig in Raum und Zeit erreichbar und eigne sich damit eine Eigenschaft an, die bislang nur Gott zugeschrieben wurde. Ohlys These, dass im Cyberspace die Erscheinung des Heiligen Geistes simuliert werde, wurde von den Teilnehmenden beim Abendessen noch kontrovers diskutiert. Als aber die Studierenden im Wechsel mit Songs der Gospelfamily Kurzgeschichten von der Online-Welt erzählten, wurde diese These zunehmend glaubhaft.

Mit einer Wahrnehmungsübung verglichen die Teilnehmenden die Kommunikation zwischen einem Gespräch und einem längeren SMS-Kontakt. Dabei zeigte sich zwar, dass die Studierenden offener für die neuen Medien sind. Dennoch waren sich alle Teilnehmer einig, dass der Cyberspace den Wert natürlicher Begegnungen nicht aufrechterhält.

Sollte die Kirche sich für die Neuen Medien öffnen, um die Seele zu erlösen? Dazu entwickelten Studierende und Gemeindeglieder mit viel Spaß und grenzenloser Phantasie gemeinsam Ideen für neue kirchliche Angebote. Daran überraschte, dass die Kirche bei allen Vorschlägen bereits aktiv ist.

Am Ende der Tagung hatten zwar etliche Teilnehmende keine Antwort auf die Frage, ob der Cyberspace die Seele erlöst. Aber sie wussten, warum dieses Thema „dran“ ist: „Die Neuen Medien werden eine Revolution auslösen“, zeigte sich ein Teilnehmer überzeugt.


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