Wohnzimmer in „Heinrich Pieh Stubb“ umbenannt

Kathrin Heißig-Finger, Hans-Günter Frech, Christiane Schwarz, Günter Brandt, Christiane Brunkhardt, Gaby Brandt, Martina Marner und Thomas Philippi, die an der Einweihung teilgenommen haben.

Ostheim
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Beim Museumsfest am 16. Juni 2024 hat der Heimat- und Geschichtsverein Ostheim e. V. das frühere Wohnzimmer von Gisela und Helmut Weider offiziell in „Heinrich Pieh Stubb“ umbenannt.



Da das Wohnzimmer auch für Trauungen zur Verfügung steht, ist dieser Name ebenfalls auf dem Emailschild aufgeführt.

Heinrich Pieh, der Mitbegründer und Jahrzehnte langer Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins, haben die Veränderungen der Lebensverhältnisse in „seinem Dorf“ bewegt. Man müsse einfach etwas tun. Also tat man etwas nach jahrelanger Diskussion und traf sich im Gasthaus Kohl, im ehemaligen Gasthaus "Zur schönen Aussicht. So wurde am 13.3.1987 der Heimat- und Geschichtsverein Ostheim e.V. mit dem Ziel gegründet, ein Dorfmuseum einzurichten und die Geschichte Ostheim zu bewahren. Im Jahre 1997 bereits zeigt sich das Ostheimer Dorfmuseum nach bescheidenen Anfängen als anerkannter Kommunikationsort für Regionalgeschichte. Bereits in den 70-er Jahren, als Mitglied in der Gemeindevertretung von Ostheim, führte die Initiative von Heinrich Pieh in der damals noch selbstständigen Gemeinde Ostheim zu dem Beschluss, dass in Ostheim ein Dorfmuseum eingerichtet werden soll. In der Folgezeit engagierte sich Heinrich auch nach der erfolgten sogenannten „Zwangseingemeindung“ für die Erhaltung der Dorfgeschichte. Heinrich Pieh wirkte in verschiedenen politischen Gremien, vorwiegend auf Kreisebene, vergas aber nie seine ihm am Herz liegende Heimat Ostheim.

Als im Jahr 1984 die Viehhaltung im Hof von Gisela und Helmut Weider in der Limesstraße aufgegeben wurde, wurden die Stallungen für den Heimat- und Geschichtsverein Ostheim e. V. als Museumsräumlichkeiten zur Verfügung gestellt. 1988 wurde der Hof von den Eigentümern verkauft. Helmut Weider legte vertraglich fest, dass dem Heimat- und Geschichtsverein die genutzten Museumsräume weiter überlassen werden. 2009 wechselte erneut der Eigentümer mit dem Verkauf an die Stadt Nidderau. Die Stadt erwarb die große Hofreite mit Wohn- und Nutzgebäuden, um auf dem Areal einen Treffpunkt für Vereine und für den Heimat- und Geschichtsverein eine dauerhafte Bleibe zu errichten. Da der Umbau und die Sanierung nicht von der Stadt alleine finanziell zu stemmen waren, wurde das historische stark sanierungsbedürftige Fachwerkhaus für einen symbolischen Euro verkauft und ging in den Besitz des 2013 gegründeten Trägervereins Bürgerhof Ostheim über.

Mit dem Konzept im Bürgerhof eine Begegnungsstätte für Senioren und die Ostheimer Vereine zu schaffen, wurde mit Hilfe von Zuschüssen der hessischen Landesregierung, der Stadt Nidderau und des Heimat- und Geschichtsvereins, der Hof in 9.000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden und einem Investitionsvolumen von 420.000 € umgebaut. Es entstand, offiziell eröffnet am 18. Oktober 2014, nach 17 Monaten Bauzeit in dem historischen Gebäudeensemble im alten Ostheimer Ortskern eine Seniorenbegegnungsstätte mit Vereinsräumen und integriertem Dorfmuseum des Heimat- und Geschichtsvereins. Heinrich hat selbst an der Zuschussgewinnung maßgeblich mitgewirkt, sodass man heute sagen kann, ohne ihn wäre der Bürgerhof wohl nicht entstanden. In der Folgezeit wurde das Museum neu eingerichtet, die Ausstellungsräume hergerichtet und die Ausstellungsstücke platziert. Heute bietet das Dorfmuseum Ausstellungen zum Wohnen und Leben, zu Landwirtschaft, Handwerk und Handel mit über 3.000 Exponaten an, die aufzeigen, wie die Menschen vor 70 bis 100 Jahren gelebt, gewohnt und gearbeitet haben.

"Heinrich hat sich bei den vielen Veranstaltungen und Einsätzen bis zuletzt aktiv für den Heimat- und Geschichtsverein eingesetzt. Seine ruhige, fachkundige und hilfsbereite Art wussten wir sehr zu schätzen. Heinrich Pieh, der im April diesen Jahres mit 83 Jahren verstarb, war nach seinem Lehramtsstudium und Referendariat ab 1970 Lehrer an der Karl-Rehbein-Schule, von 1989 bis 2004 dort auch Schulleiter. Er wurde für sein ehrenamtliches Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande, dem Ehrenbrief des Landes Hessen und 2016 mit der Medaille für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Heimatpflege und Geschichtsforschung des Main-Kinzig-Kreises ausgezeichnet. Wir danken unserem Ehrenvorsitzenden Heinrich Pieh für die Verwirklichung seines Lebenswerkes und behalten ihn mit dem neuen Namen „Heinrich Pieh Stubb“ für das Museumswohnzimmer im Andenken", so der Heimat- und Geschichtsverein.

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Kathrin Heißig-Finger, Hans-Günter Frech, Christiane Schwarz, Günter Brandt, Christiane Brunkhardt, Gaby Brandt, Martina Marner und Thomas Philippi, die an der Einweihung teilgenommen haben.


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