Wissenstransfer aus der Kläranlage Windecken nach Ägypten

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Erneuerbare Energien aus der Verwertung von Klärschlamm und Bioabfall finden zunehmend auch in Ägypten Anklang. Bisher gibt es nur im Großraum Kairo Anlagen zur Schlammfaulung und im ganzen Land keine nennenswerten Einrichtungen zur Verwertung von Bioabfällen. Durch Koordination des German-International Cooperation e.V. (GICeV), der seinen Sitz in Hanau hat, kam im Dezember ein TV-Team des ägyptischen Senders DMC nach Nidderau, um über diese Technologien zu berichten.

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Das Aufnahmeteam, vor allem der Reporter Herr Ahmed Fayek, war sichtlich beeindruckt darüber, dass diese Technologien so weit in Deutschland verbreitet sind und auch gewinnbringend bei kleineren Städten und Kreisen betrieben werden können. In einem Vorgespräch konnten der Leiter der Stadtwerke, Herr Lotz und seine Stellvertreterin Frau Wißner auf die Geschichte der Anlage eingehen und vor allem darstellen, dass Nidderau sich für eine Schlammfaulungsanlage entschied, obwohl dies bei einer Einwohnerzahl von 20.000 seinerzeit eher unüblich war. Diese Investition hat sich für Nidderau als Zukunftsweisend erwiesen, werden doch hier durch die energetische Nutzung des Klärgases die Betriebskosten deutlich gesenkt.

Die Berichterstattung konzentrierte sich auf den Faulbehälter und die nachgelagerte Gasverwertung, konnte aber auch die hohe Qualität des Klärvorganges der Abwässer dokumentieren. Der Reporter führte Interviews mit der ägyptischen Ingenieurin Ireny Estmalek, die auch stellvertretende Vorsitzende von GICeV ist. Frau Estmalek arbeitet seit mehreren Jahren in Deutschland im Umweltsektor, sie stellte die Technologien vor und wies auf die großen Vorteile einer Nutzung in Ägypten hin.

In den Filmbericht eingebunden wird die Bioabfallvergärungs- und -Kompostieranlage in Niddatal, an der am gleichen Tag Aufnahmen und Interviews erfolgten. Dort standen die Produktion von Strom mit Einspeisung ins Netz und die parallele Produktion von Kompost im Vordergrund. Bei der Verabschiedung waren die Ägypter sehr positiv gestimmt und wünschen, dass mit ihrer Sendung eine Initialzündung für eine stärkere Nutzung von Bioabfall und Klärschlamm in ihrem Heimatland erfolgen wird. Dazu gehört wohl auch, den Betreibern die Scheu vor dem Umgang mit dem Biogas der Schlammfaulungen zu nehmen. Auch wenn die Sendung im ägyptischen Fernsehen nur in Arabisch erfolgt, wird eine Kopie der Sendung zur Verfügung gestellt werden.

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