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Treffpunkt ist an der Nidderbrücke. Ein Gang durch die Windecker Altstadt konfrontiert öfters mit der Frage nach „Sein und Schein“. Deshalb beginnt die Führung an der Nidderbrücke und thematisiert angesichts der Reste des Schlosses die enge Abhängigkeit einer landstädtischen Gemeinschaft von einer Herrscherfamilie und relativiert die Vorstellungen von bürgerlichen Freiheiten.

In der Ostheimer Straße wird anhand der eindrucksvollen Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung verdeutlicht, dass die vertikalen Mauern während der schrecklichsten Phase der Kleinstadt im Dreißigjährigen Krieg nur eine scheinbare Sicherheit boten. Im Windecker jüdischen Ghetto, dem ältesten in der Herrschaft/Grafschaft Hanau, kommen die Probleme während des christlichen-jüdischen Nebeneinanderlebens und die bescheidenen Wohnverhältnisse in dem Viertel zur Sprache, dass auch vor dem Nationalsozialismus wahrlich nicht immer von einem harmonischen Zusammenleben geprägt war.

Im Anschluss findet eine Führung um 17:30 Uhr in der Stadtbücherei zum Thema 500 Jahre historisches Rathaus Windecken durch den gebürtigen Windecker Kunsthistoriker Dr. Frank Schmidt statt. Informationen unter www.nidderau.de im Veranstaltungskalender.


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