Jüdisches Leben in Windecken und Heldenbergen vom Mittelalter bis 1866

Windecken
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Am 24.September 2021 findet um 19:00 Uhr im Ev. Gemeindehaus Nidderau-Windecken ein Vortrag von Erhard Bus zum Thema: "Jüdisches Leben in Windecken und Heldenbergen vom Mittelalter bis 1866" statt.

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In der Veranstaltungsreihe 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland, einem gemeinsamen Projekt initiiert von der Stadt Nidderau und der Bürgerstiftung Nidderau, werden verschiedene Veranstaltungen bis in den November angeboten. Wer heute, mehr als 75 Jahre nach dem Holocaust, an jüdisches Leben in Hessen denkt, dem kommt möglicherweise zunächst nur die jüdische Gemeinde in Frankfurt in den Sinn. Doch das hessische Judentum war bis zur nationalsozialistischen Verfolgung viel umfassender. Insbesondere das Landjudentum war über Jahrhunderte in den Dörfern und kleinen Städten in unserem Bundesland besonders stark verwurzelt. Der Powerpoint-Vortrag will diese verlorene Lebenswelt aufzeigen und mit zahlreichen informativen Bildern verdeutlichen. Dabei kommen in einem historischen Exkurs die wichtigsten Ereignisse und Entwicklungen in der Geschichte des mitteleuropäischen Judentums vom Mittelalter bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zur Sprache, von der Zeit der ersten Judenverfolgungen bis zur scheinbaren Emanzipation in den Jahrzehnten nach der Französischen Revolution.

Recht unterschiedliche Beispiele für das hessische Landjudentum bildeten die beiden Israelitischen Gemeinden in Heldenbergen und Windecken mit Ostheim. Ihre Geschichte steht im Zentrum der Präsentation. Während die Kleinstadt bereits im 14. Jahrhundert als erste in der Herrschaft Hanau über ein Ghetto bald auch mit Synagoge, Schule und Mikwe verfügte, begann die Ansiedlung von Juden in Heldenbergen erst zu Beginn des 16. Jahrhundert. Das Verhältnis zwischen Christen und Juden war in beiden Orten über Generationen hinweg mit mancherlei Problemen belastet. Hauptsächlich handelte es dabei um religiös begründet Gegensätze sowie um Ärger in Handel und Handwerk. Eine neue Qualität erhielten die Animositäten im Zuge des Emanzipationsprozesses nach 1830. Etwa zu diesem Zeitpunkt erreichte der jüdische Bevölkerungsanteil seinen Höhepunkt, der jedoch bald wieder zurückging, weil sich manche Landjuden in den Städten eine bessere Lebensperspektive versprachen. Der Eintritt ist frei bei begrenzter Teilnehmerzahl.

Alle Veranstaltungen zum Thema können unter www.nidderau.de/ Veranstaltungskalender/ Alle Veranstaltungen/ 1700 Jahre jüdisches Leben und in den jeweiligen Veranstaltungshinweisen unter Programm PDF eingesehen werden.



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