Weil der Main-Kinzig-Kreis für eine starke Zukunft einen Fachmann und Politiker mit Leidenschaft braucht, empfiehlt Erich Pipa, bei der Landratswahl am 5. März Thorsten Stolz.
„Die Kreisverwaltung hat 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dann gibt es noch die kreiseigenen Betriebe und Gesellschaften mit ihren 3.500 Beschäftigen. Da muss man als Landrat vom Fach kommen und die Verwaltung kennen, so wie Thorsten Stolz, der in den vergangenen zehn Jahren als erfolgreicher Bürgermeister von Gelnhausen bewiesen hat, dass er es kann“, betonte Pipa jetzt im Familienzentrum Nidderau. Dort diskutierte er mit dem SPD-Landratskandidaten unter dem Motto „Unser Main-Kinzig-Kreis – gestern, heute und morgen“ die Zukunftsperspektiven des einwohnerstärksten hessischen Landkreises. Über 50 Zuhörerinnen und Zuhörer waren der Einladung des SPD-Unterbezirks Main-Kinzig und der Wählerinitiative Thorsten Stolz gefolgt. Deren Sprecher Horst Körzinger moderierte den politischen Gesprächsabend.
„Ich bin 37 Jahre alt, also durchaus eine Personalentscheidung mit Perspektive“, empfahl sich der Kandidat als Macher, der den Main-Kinzig-Kreis in die Zukunft führen will. Dabei möchte er auf dem aufbauen, was Karl Eyerkaufer und Erich Pipa in den letzten 30 Jahren geschaffen haben: „Unser Kreis steht heute so gut da wie noch nie und ist alles andere als ein Jammertal“. Mit der Rekordzahl von 128.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen, mit einer unterdurchschnittlichen Arbeitslosenquote und mit einem Bruttoinlandsprodukt von 12,4 Milliarden Euro zähle der Main-Kinzig-Kreis heute gemeinsam mit Frankfurt und Wiesbaden zu den drei stärksten Wirtschaftsstandorten Hessens. Damit das so bleibt, will Thorsten Stolz den Landkreis weiter stärken.
Oberste Priorität genießt für ihn in den nächsten Jahren der weitere Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Die dringend benötigte Nordmainische S-Bahn, die Kapazitätserweiterung der Niddertalbahn, der Anfang Dezember 2016 vom Deutschen Bundestag beschlossene Ausbau der A 3 zwischen dem Offenbacher Kreuz und der Anschlussstelle Hanau und der viergleisige Ausbau der Bahnstrecke zwischen Hanau und Gelnhausen, der nach aktueller Planung im Jahr 2022 beginnen soll, seien wichtige Zukunftsprojekte für den gesamten Kreis. „Eine gute Verkehrsinfrastruktur bedeutet Lebensqualität und steigert die Attraktivität des Wohnstandortes Main-Kinzig“, betonte der Landratskandidat mit Blick auf die schon heute über 100.000 Menschen, die als Pendler zwischen Maintal und Sinntal unterwegs sind, davon rund 60.000 als Auspendler und über 40.000 als Einpendler. Und der Kreis wächst weiter: „Die Einwohnerzahl steigt jährlich um etwa 3.000 Menschen“, hatte Erich Pipa zuvor berichtet.
Als Kreisoberhaupt wird sich Thorsten Stolz aber nicht nur vehement für den zügigen Beginn der dringend benötigten Verkehrsmaßnahmen einsetzen, sondern auch für den barrierefreien Ausbau aller Bahnhöfe im Main-Kinzig-Kreis und für Lärmschutzmaßnahmen, die im Zuge stärker frequentierter Verkehrsstränge unabdingbar sind. Auf die Barrierefreiheit soll auch beim Neubau von bezahlbarem Wohnraum für kleinere und mittlere Einkommen geachtet werden: „Speziell in den Erdgeschossen bieten sich da Möglichkeiten“, sagte er auf Nachfrage. Die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt im Westkreis, dessen Einwohnerzahl kontinuierlich steigt, treffe sowohl junge Familien als auch alleinstehende Senioren mit geringer Rente und alleinerziehende Elternteile. Im Fall seiner Wahl zum Landrat werde er deshalb das neue Programm „Bezahlbarer Wohnraum“ des Landkreises noch aufstocken, das den Bau bezahlbarer Wohnungen für kleinere und mittlere Einkommen in den nächsten Jahren mit 7,7 Millionen Euro fördert. „Ziel soll ein Mietpreis von maximal sechs Euro pro Quadratmeter sein“, kündigte der Landratskandidat an.
Deutliche Worte richtete Thorsten Stolz in Nidderau auch an die Adresse von Hessens Innenminister Peter Beuth, der wenige Tage zuvor eine kleine Anfrage der heimischen SPD-Landtagsabgeordneten Heinz Lotz und Christoph Degen zu den Auswirkungen der Einstellungsoffensive bei der Hessischen Polizei völlig schwammig beantwortet hatte, laut der bis zum Jahr 2020 landesweit rund 1.150 neue Beamte eingestellt werden sollen. „Herr Beuth hat trotz Nachfragen keinerlei Angaben gemacht, wieviele Polizisten im Rahmen dieser Einstellungsoffensive in die Polizeistationen und Polizeiposten zwischen Maintal und dem Altkreis Schlüchtern kommen. Das ist ein Skandal, da werden die Bürgerinnen und Bürger veräppelt“, kritisierte Thorsten Stolz scharf. Die Menschen erwarteten eine verlässliche Personalplanung von Wiesbaden. Deshalb sei es absolut unverständlich, dass Beuth die Anzahl der Beamtinnen und Beamten nicht nennen könne, die ab 2020 zusätzlich im Main-Kinzig-Kreis Dienst tun würden.
Thorsten Stolz setzt sich seit Monaten für eine deutliche Verstärkung der heimischen Polizei ein, um die dort tätigen Beamtinnen und Beamte zu entlasten und die Präsenz der Polizei im öffentlichen Raum deutlich zu erhöhen. „Im Westkreis, der immer weiter wächst und in dem immer mehr Menschen leben, ist die Polizeipräsenz trotz steigender Aufgaben nicht weiter ausgebaut worden. Und im Ostkreis hat man bis heute nicht der ländlichen Prägung Rechnung getragen, zu der unter anderem lange Anfahrtswege für die Polizeibeamten gehören“, brachte er seine Kritik auf den Punkt. Der Landratskandidat kündigte abschließend unter lautem Applaus an: „Wir bleiben da am Ball und setzen uns weiterhin dafür ein, dass der Main-Kinzig-Kreis deutlich von der Einstellungsoffensive profitiert. Ich bin Verfechter eines starken Staates und zu einem starken Staat gehört für mich auch eine personell gut ausgestattete Polizei. Hier besteht im gesamten Main-Kinzig-Kreis deutlicher Handlungsbedarf“.
Foto: Diskutieren in Nidderau die Zukunftsperspektiven des Main-Kinzig-Kreises (von links): Horst Körzinger, Erich Pipa und Thorsten Stolz.
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de

















