Zwei Jahre erfolgreiches Leselernhelfer-Projekt

Nidderau

Vor zwei Jahren startete die Bürgerstiftung Nidderau zusammen mit dem Verein „Mentor - Die Leselernhelfer Hessen e.V.“ und zwei Nidderauer Grundschulen, der Kurt-Schumacher-Schule in Windecken sowie der Albert-Schweitzer-Schule in Heldenbergen, das Bildungsprojekt „Lesen, Schreiben, Verstehen“, bei dem Mentoren als Leselernhelfer Kindern assistieren.

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Aktuell sind 25 Mentoren/innen ehrenamtlich aktiv! Mindestens eine Schulstunde pro Woche möchten Mentoren/innen mit Schülerinnen und Schülern beziehungsweise mit „ihrem Leselernkind“ verbringen. Es ist kein Nachhilfeunterricht im klassischen Sinne, sondern eine persönliche Zuwendung zu einem Kind - es geht darum, dem Kind Zeit zu widmen, mit ihm zu lesen, Texte zu verstehen und vor allem auch zuzuhören. Das 1:1-Verhältnis, bei dem Schüler/in und Mentor möglichst für ein Schuljahr zusammenarbeiten, gibt dem Kind eine wertvolle Zuwendung, die es oft zuhause - aus welchen Gründen auch immer - nicht in der Intensität hat. Vor allem ist auch die Zusammenarbeit Lehrer und Mentoren/innen sehr wichtig. Mindestens einmal pro Jahr trifft man sich mit den Koordinatoren der Bürgerstiftung Nidderau, Frau Bürgin und Herrn Körzinger, zum Gedankenaustausch. Das war auch kürzlich wieder der Fall, wo die Leitung der Albert-Schweitzer-Schule, Heldenbergen, Frau Wegener sowie ihr Kollege Herr Kraus, zu Kaffee und Kuchen eingeladen hatten. Es war ein sehr informativer Treff, bei dem große Übereinstimmung über das Projekt herrschte. Natürlich läuft nicht alles reibungslos ab, aber man ist sich einig, dass die Kinder deutliche Fortschritte machen und die Lehrkräfte Erfolge bei den Kindern erkennen. Alle mitnehmen und niemanden zurücklassen, ist die Devise.

Dazu zwei Stimmen - Marco Kraus, Lehrer meint: „Dank der Leselernhelfer wächst bei den Kindern das Lese- und Textverständnis erfreulich. Die Schüler/innen nehmen das sehr gerne an und freuen sich auf die gemeinsame wöchentliche Stunde, da man hier nur für sie Zeit habe! Die Leitung und Lehrkräfte sind dafür sehr dankbar und freuen sich auf weitere gute Zusammenarbeit.“ Und für die Mentoren/innen meinte Beatrice Alt: „Die Mentorenstunden sind abwechslungsreich und nebenbei auch lustig; natürlich wird konsequent lesen geübt und über die Texte gesprochen. Es ist ein gutes Gefühl zu sehen, wie schnell man durch individuelles Training Erfolg spürt. Das Arbeiten mit Kindern hat mir schon immer Spaß gemacht und ist ein schöner Ausgleich zu meiner Tätigkeit in der Erwachsenenbildung!“ Mit großer Freude und Genugtuung dankten Frau Wegener, Rektorin der Albert-Schweitzer-Schule und Herr Körzinger sowie Frau Bürgin von der Bürgerstiftung Nidderau den Mentoren/innen und den Lehrkräften. Alle freuen sich auf das nächste Treffen, denn sie stehen zu ihren Schülern/innen, um sie gut ausgebildet in ihre Zukunft zu begleiten. „Und dazu müssen wir Erwachsene auch unsere Schulen stärken und unterstützen.“ meinten abschließend Herr Körzinger und Frau Bürgin.


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