Leitlinien für städtischen bezahlbaren Wohnraum beschlossen

Nidderau
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Steigende Mieten auf dem freien Wohnungsmarkt in Folge des stetigen Zuzugs in die Rhein-Main Region einerseits, die Aufnahme von Flüchtlingen andererseits haben die Nachfrage nach günstigem Wohnraum in den letzten Jahren zunehmen lassen.

Parallel dazu lässt sich eine große Verunsicherung in Wohngebieten, in denen städtischer Wohnraum entstehen soll, beobachten, die durch Einzelne mit Falschbehauptungen und Übertreibungen noch gesteigert wird.

Um für Transparenz zu sorgen und Falschbehauptungen entgegenzutreten, hat die Nidderauer Stadtverordnetenversammlung einen Antrag der rot-grünen Koalition beschlossen, der Grundsätze bei zukünftigen Bauprojekten definiert: „Die Bewohner der Wohngebiete, in denen bezahlbarer bzw. günstiger Wohnraum geschaffen wird, werden frühzeitig in die Planungen einbezogen und zeitnah über Entwicklungen informiert. Zusätzlich zu der sowieso im Baurecht vorgeschriebenen Anpassung neuer Gebäude an die umliegende Bebauung werden die Baupläne dem Struktur- und Bauausschuss zur öffentlichen Beratung und der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt. Damit wollen wir eine möglichst große Transparenz schaffen.“, so Andreas Bär, SPD Fraktionsvorsitzender, „Um erwerbstätige Geringverdiener zu unterstützen, werden an diese mehr als die Hälfte der entstehenden Wohneinheiten seitens der Stadt zugeteilt. Die Zuweisungen von Wohnraum in den städtischen Gebäuden sollen sich an der Einwohner- und Haushaltsstruktur des jeweiligen Wohngebietes orientieren, allerdings auch zu einer sozialen Durchmischung beitragen. Das bedeutet beispielsweise, dass in Wohngebieten mit einem hohen Anteil junger Familien verstärkt weiteren Familien und nicht ledigen Männern städtische Wohnungen zugewiesen werden sollen.“

Zusätzlich möchte die Koalition erreichen, dass in Zukunft auch durch private Investoren günstiger Wohnraum bereitgestellt wird. Dazu orientiert sie sich an einem Modell, das in den letzten Jahren in zahlreichen Städten auf der ganzen Welt eingeführt wurde. Gerrit Rippen, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, erläutert: "Um die Anzahl bezahlbarer Wohneinheiten weiter zu erhöhen, soll zukünftig ein bestimmter Anteil an günstigem Wohnraum durch die Bauträger in neuen Wohngebieten bereitgestellt werden. Denkbar wären 20 % der zu errichtenden Wohnfläche auf von der Stadt veräußerten Grundstücken. Die Verwaltung wird gebeten, die rechtlichen Möglichkeiten und Grenzen dieser Thematik zu recherchieren und dem Bau- und Strukturausschuss vorzulegen, damit dieser sich mit der Frage befassen und der Stadtverordnetenversammlung ein Modell zur Beschlussfassung empfehlen kann."

Der rot-grünen Koalition ist es wichtig, mit Hilfe von städtischem Wohnraum die Sammelunterkunft in der Liebigstraße so schnell wie möglich aufzulösen: „Die Zustände in der Sammelunterkunft in Heldenbergen entsprechen nicht unseren Vorstellungen einer menschenwürdigen Unterbringung. Jedem Menschen steht eine Privatsphäre zu. Daher wollen wir die dort lebenden Menschen in eigene Wohneinheiten unterbringen.“, so Bär und Rippen abschließend.

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