Die Grafik-Designerin Evelyne Jenkin hat schon viele Besucher*innen dieser Ausstellung in Erlensee und in Lich mit ihren ausdrucksstarken grafischen Illustrationen und Texten sichtlich berührt. Sie arbeitet das Thema „Autismus“ künstlerisch auf, um dieses Thema einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Die Wanderausstellung, die durch den gesamten Main-Kinzig-Kreis gehen soll, gibt einen sehr gelungenen Einstieg in eine offene Debatte über ein durchaus komplexes und schwieriges Thema. Denn noch sehen sich viele Familien mit autistischen Kindern isoliert und mit ihren Problemen allein gelassen. Unterstützt wird diese Ausstellung von der Selbsthilfegruppe Eltern autistischer Schulkinder im Main-Kinzig-Kreis. „Autisten leben in ihrer eigenen Welt“, nennt Kai Goll (Initiator der Selbsthilfegruppe) das häufigste Vorurteil über Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung. „Nein, sie nehmen die Welt anders wahr. Sie filtern Reize anders.“ Man spreche heute von einer Autismus-Spektrum-Störung, da nahezu jeder Autist anders sei. Das mache die Sache unter anderem so kompliziert. Wo Worte nicht ausreichen, kann Kunst Brücken bauen, ins Gespräch zu kommen, auf Missverständnisse und Vorurteile aufmerksam zu machen. Für das Jahr 2020 bis Anfang 2021 sind die Ausstellungstermine schon verplant, dann sind die Bilder im Rathaus Nidderau, im Rathaus Biebergemünd und im Main-Kinzig-Forum der Kreisverwaltung Gelnhausen zu bestaunen.

EIGENWELTEN ist zu sehen: Im Foyer des Familienzentrums der Stadt Nidderau, Gehrener Ring 5 (Zugang über den Stadtplatz) vom 07. Januar bis 25. Februar 2020. Die Öffnungszeiten sind wie folgt: Montag: 8.00-12.00 Uhr und 16.00-18.30 Uhr; Dienstag: 8.00-12.00 Uhr; Donnerstag: 8.00-12.00 Uhr.

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