Rund 250 Gäste der Musical- und Operettengala, zu der die Musical-Familie Anfang Mai geladen hat, warten auf Einlass. Achim Jungk empfängt sie in Frack und Zylinder und verteilt Programmhefte. Ein Blick in selbiges verrät den Gästen, dass ein abwechslungsreiches Konzert mit vielen Highlights aus Operette und Musicals auf sie wartet. Im Saal stoßen die ersten Besucher bereits mit Sekt auf einen schönen Abend an. Die Stimmung ist fröhlich und ausgelassen, die Freude, dass es endlich wieder Veranstaltungen dieser Art geben darf, ist groß.

Auch hinter der Bühne ist die Freude darüber deutlich zu spüren. In der Luft liegt Vorfreude, die sich mit dem, lange vermissten, Lampenfieber vermischt. In einer Ecke wird Opernsänger Mykolas Nechajus geschminkt, der seinen Beruf bei der Musical-Familie auch seit vielen Jahren als Hobby betreibt. Zuletzt verkörperte er 2019 den Vogelhändler Adam, davor Fürstensohn Edwin in der „Csárdásfürstin“ 2017. In beiden Rollen wird er auch wieder zu sehen sein. Romina Jungk wird mit ihm als Sylva Varescu auf der Bühne stehen und das Liebeslied „Mädchen gibt es wunderfeine“ singen. Isabell Schäfer-Fricke gibt die Kurfürstin Marie bei „Schenkt man sich Rosen in Tirol“. Sie ist nicht das einzige neue Gesicht bei der Musical-Familie, das heute sein Debut feiern wird. „Wir kommen von der jungen Operette in Frankfurt“, erzählt sie und führt weiter aus, „zuerst kam Peter Steffan zur Musical-Familie und hat dann nach und nach Martin Engel, Daniela Weber und mich mitgenommen. Wir fühlen uns hier sehr wohl und sind mit Spaß dabei.“ Sie wird später gemeinsam mit Peter Steffan „Komm‘ mit nach Varazdin“ und „Lippen schweigen“ singen und das Ansingen vor der Aufführung verrät bereits, dass es großartig wird, ebenso wie das Duett „1000 kleine Engel“ von Daniela Weber und Martin Engel. Auch Andrea Einhoff, ist neu im Ensemble. Sie folgte wie etliche neue Chormitglieder 2020 dem Aufruf von Leonore Kleff, beim „Bettelstudent“ mitzuwirken und wollte im Chor singen. Zwischenzeitlich besetzt sie eine der Hauptrollen und wird die Gala mit ihrem Webber-Song „Tell me on a Sunday“ bereichern. Eine ist besonders nervös – es ist Initiatorin Leonore Kleff. Sie ist es, die während der Pandemie alles zusammenhielt, unermüdlich die positive Stimmung aufrechterhielt und seit Jahren „den Laden am Laufen hält“.

mykolas az

Dann ertönt der Gong und die Mitwirkenden erobern die Bühne. Ein tosender Applaus empfängt sie und entschädigt für alle Aufregungen im Vorfeld. Noch bevor TV-Moderatorin Michaele Scherenberg in ihrer reizenden Art das Publikum begrüßt, um dann die Gala mit ihren vergnüglichen, informativen und liebevollen Moderationen zu begleiten, begrüßt Mykolas Nechajus die Gäste mit „Grüß‘ euch Gott“ aus dem Vogelhändler. Ihm folgen an diesem Abend viele Höhepunkte: Christiane Arnold ist mit „Denk‘ an mich“ aus „Phantom der Oper“ zu hören. Ralph-Peter Hahn, der mit besonderem Ausdruck „Musik der Nacht“ singt, um später eine ganz andere Seite zu zeigen als er als erzürnter Oberst Ollendorf „Ach ich hab‘ sie ja nur auf die Schulter geküsst“ aus dem „Bettelstudent“ präsentiert. Romina Jungk treibt den Zuschauern mit ihrer Interpretation von „Don’t cry form e Argentina“ als Evita Peron die Tränen in die Augen und Martin Engel glänzt in seiner Rolle als Danilo und seiner Show, die er bei „Da geh‘ ich zu Maxim“ abliefert. Karin Herkströter entführt das Publikum temperamentvoll mit „Die Julischka aus Budapest“ nach Ungarn und Dominic Hachenburger nimmt alle mit ins „Weiße Rössl am Wolfgangsee“. Der Chor ist eine prächtige Ergänzung bei vielen Solistenstücken und stellt dabei auch immer wieder sein schauspielerisches Können unter Beweis. Bei der vom Chor präsentierten Ascot-Gavotte aus „My fair lady“ können die meist selbst kreierten Hüte bewundert werden. „Ich wollte nie erwachsen sein“ stammt aus der ersten Inszenierung von Leonore Kleff – vor 25 Jahren hat sie mit dem Schulchor der Bertha-von-Suttner-Schule „Tabaluga“ aufgeführt. Seit dieser Zeit ununterbrochen an ihrer Seite ist Anni Lenz. Für diese Treue übereicht sie ihrer Kostümbildnerin und Choreographin sehr emotional einen Blumenstrauß. Sängerin Coco Hollerbach und Violinistin Lina Ionkina sind mit 13 Jahren die jüngsten Mitglieder und feiern bei diesem Stück ihren großen Auftritt. „Den Nachwuchs zu fördern ist uns allen sehr wichtig“, betont Michaele Scherenberg. Für die ausgezeichnete und gefühlvolle musikalische Begleitung sorgen Berthold Göbel und Oliver Seiler am Flügel sowie Matthias Wischer am Akkordeon. Udo Grein ist für den Ton verantwortlich. Bühnenmeister Andreas Abendroth hat die Kulisse und die Requisiten aus dem Fundus zusammengestellt. Den fulminanten Abschluss bildet „Trink‘ uns zu“ - eine Einladung des Ensembles, im Herbst die Inszenierung des „Bettelstudenten“ zu besuchen.


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