Bereits kurz nach Kriegsausbruch im Februar hat die Schulgemeinde mit mehreren Aktionen eindeutig Stellung gegen die Invasion durch Putins Truppen bezogen. Mittlerweile ist das Thema allerdings noch ein wenig näher an die Schülerinnen und Schüler aus Nidderau herangerückt: Seit einigen Wochen werden 17 Mädchen und Jungen aus der Ukraine in einer weiteren Intensivklassen an der „Bertha“ unterrichtet. Bei einem Besuch in Begleitung von Schuldezernent Winfried Ottmann (CDU) informierte sich die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert über die Situation an der Schule.

Die Hilfsbereitschaft innerhalb der Schulgemeinde sei von Beginn an riesig gewesen, berichteten Schulleiter Harald Klose und sein Stellvertreter Thomas Kurz. Ein Sachspendenaufruf an die Elternschaft stieß auf große Resonanz; mehr als 50 Päckchen und Pakete, gefüllt mit Drogerieartikeln, Hygienebedarf und haltbaren Lebensmitteln wurden mittels eines Hilfstransports auf den Weg in die Ukraine gebracht. In den Klassen wurde Geld gesammelt; mehr als 1000 Euro kamen zusammen und wurden an das „Aktionsbündnis Ukraine“ übergeben. Als sichtbares Zeichen nach außen wurden die Fenster der Klassenräume mit Friedenssymbolen dekoriert und nahezu alle 900 Schülerinnen und Schüler plus Lehrkräfte versammelten sich auf dem Sportplatz, um als Zeichen der Solidarität ein großes Friedenszeichen in den Landesfarben der Ukraine nachzubilden. 

In der Intensivklasse erlernen die ukrainischen Schülerinnen und Schüler, die in ihrem Heimatland die fünfte bis neunte Jahrgangsstufe besucht haben, nicht nur die deutsche Sprache, sondern es stehen auch Fächer wie Mathematik oder Biologie auf dem Stundenplan. Lernt ein Schüler oder eine Schülerin besonders schnell Deutsch, können als Einstieg in den „normalen“ Unterricht zunächst Sport- oder Kunstkurse außerhalb der Intensivklasse besucht werden, um die Integration zu erleichtern.

Neuland ist das Konzept der Intensivklassen an der Bertha-von-Suttner-Schule nicht: In einer zweiten Klasse werden Schülerinnen und Schüler aus Ländern wie Syrien oder Afghanistan unterrichtet. Dieser Erfahrungsschatz kommt den Lehrkräften um Koordinatorin Nadiya Domke, die selbst ukrainisch spricht und als Übersetzerin fungiert, sowie ihrer Kollegin Freya Butz, die für die Sprachförderung verantwortlich zeichnet, zugute. 

Katja Leikert, die gemeinsam mit Winfried Ottmann eine Unterrichtsstunde verfolgte, zeigte sich beeindruckt vom großen Engagement der Lehrkräfte. „Es ist großartig, was Sie hier leisten und quasi ohne Vorlauf auf die Beine gestellt haben. Für die Kinder aus der Ukraine ist es wichtig, dass sie so schnell wie möglich die deutsche Sprache lernen, denn nur so kann Integration gelingen“, betonte die Abgeordnete. 

leikberthanidd az


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