Beruhigung der Nidderauen: Freie Wähler kritisieren Grüne

Nidderau
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"Mit großer Skepsis und deutlich geringerer Begeisterung nehmen wir als Freie Wähler die einseitige Darstellung der Grünen zum vorgelegten Konzept zur 'Beruhigung' der Nidderauen zur Kenntnis", heißt es in einer Pressemitteilung.

Den von den Grünen angeführte Beschluss aus dem Ausschuss für Umwelt, Jugend und Soziales habe es so nicht gegeben: "Vielmehr wurde lediglich Folgendes im Rahmen einer ersten Lesung beschlossen: 'Der Ausschuss bittet die Verwaltung das Konzept wie vorgestellt weiter zu verfolgen und bezüglich der Fördermöglichkeiten und Zuschusshöhen weiter zu konkretisieren.' Die Freien Wähler distanzieren sich daher deutlich von dem subjektiven nicht durch Beschluss angeführten Satz 'Erstes Fazit des Ausschusses: Das Gesamtkonzept hat Zukunftsfähigkeit.' Dem Beschluss zur weiteren Prüfung der Förderfähigkeit konnten wir uns anschließen, heißt es doch noch lange nicht, dass wir dem Konzept in allen Einzelheiten zustimmen können. Man realisiert sicherlich ein solches Projekt nicht nur, weil es bezuschusst wird, sondern der Nutzen für alle Bürger muss in einem gesunden Verhältnis zu den Kosten und dem Eingriff in die Natur stehen. Leider hat man es seitens der Grünen auch vermieden, die jahrzehntelangen Ablehnungsgründe für eine Querung zu benennen (Antrag der Grünen vom 26.1.07: Streichung der Kosten für die Nidderquerung, da ökologisch nicht vertretbar). Es ist schlicht nicht zulässig, baulich in ein Landschaftsschutzgebiet einzugreifen. Vor dem Hintergrund, dass die Untere Naturschutzbehörde bisher nicht abschließend geprüft hat, verwundert die Pressemitteilung umso mehr. Denn vor einer abschließenden Prüfung durch die Untere Naturschutzbehörde kann eine Umsetzung, wie im ursprünglichen Beschlussvorschlag angegeben, noch gar nicht beschlossen werden."

Die Freien Wähler weiter: "Die beschriebene Quadratur des Kreises existiert leider nur im Wunschdenken der Grünen. Statt vereinzelten Gassigängern auf den Auenwiesen werden wir auf dem asphaltierten Rundweg eine Vielzahl von Radfahrern und Spaziergängern sehen. Die angedachten umweltpädagogischen Maßnahmen werden sich als erhebliche Lärmquellen für die sie umgebende Natur erweisen. Das Gassigänger-Problem verlagert man mit einer Hundewiese weiterhin im Auengebiet und zudem mitten im ausgewiesenen Überschwemmungsgebiet. Kritisch zu sehen ist insbesondere die Fuß- und Radfahrerbrücke, deren ökologischer Nutzen für den öffentlichen Personennahverkehr überhaupt noch nicht untersucht wurde. Werden wirklich so viele Berufspendler auf den ÖPNV umsteigen, weil sie 700 m Fußweg sparen? Ohnehin sind die meisten mit dem Bus zum Bahnhof gekommen. Dazu kommt, die Störung der Fauna bei Nacht durch die erforderliche Beleuchtung zur Verkehrssicherung. Leider scheint das den Kollegen vollkommen entfallen zu sein. Die Freien Wähler begrüßen ausdrücklich die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (für die im übrigen eine Querung der Nidder nicht erforderlich ist), und auch Teile des Vorhabens, z. B. die Renaturierung des Altarms oder die Uferrandstreifen. Aber dem Gesamtkonzept, dessen Realisierung wohl Voraussetzung für den Bau der Fuß- und Radfahrerbrücke ist, können wir die überschwängliche Begeisterung der Grünen nicht abgewinnen. Vielmehr sehen wir eine Querung der Nidderauen, wie im vorgestellten Konzept angedacht, als ökologisch nicht vertretbar an. Die Abwägung der Kosten und Nutzen für den Bürger gilt es mit der 2. Lesung zu analysieren."

 


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