Nidderau: Bertha-von-Suttner-Schule ab 2029 mit Oberstufe

Schuldezernent Winfried Ottmann (Zweiter von links) hatte die gute Nachricht aus Wiesbaden vor wenigen Tagen schwarz auf weiß dabei, als er die Bertha-von-Suttner-Schule um Schulleiter Harald Klose (links) besuchte: Am Schulstandort Nidderau kann der Aufbau einer gymnasialen Oberstufe nun in Angriff genommen werden.

Nidderau
Typographie
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times

Mit großer Freude haben Landrat Thorsten Stolz (SPD) und der Kreisbeigeordnete Winfried Ottmann (CDU), Schuldezernent des Main-Kinzig-Kreises, auf eine Nachricht aus dem Wiesbadener Kultusministerium reagiert, wonach die Bertha-von-Suttner-Schule wie geplant mit einer gymnasialen Oberstufe ausgestattet werden darf. „Das war das ersehnte letzte Puzzleteil und zugleich das Startsignal für die weiteren Planungsschritte“, sagte Thorsten Stolz.



Winfried Ottmann sieht eine „wertvolle Entlastungsperspektive für die Oberstufen“ im Main-Kinzig-Kreis und der Stadt Hanau: „Es ist ein Fakt, dass immer mehr junge Menschen Abitur machen wollen, das zeigen auch die Zahlen der vergangenen Jahre, nicht zuletzt an der Bertha-von-Suttner-Schule selbst. Wir schaffen mittelfristig einen gute und verlässlichen weiteren Oberstufen-Standort im Kreisgebiet“, so Ottmann, der mit der Nidderauer Schulleitung vergangene Woche die Inhalte des Bewilligungsbescheids direkt besprechen konnte. Stolz und Ottmann werten den nun ermöglichten Aufbau einer gymnasialen Oberstufe als „gute Lösung für die Schullandschaft im Westkreis“.

Die Freigabe hat den Kreisausschuss vor wenigen Tagen erreicht. Demnach schließt sich das Kultusministerium dem Vorschlag des Main-Kinzig-Kreises aus dem Schulentwicklungsplan und den Argumenten an, in den kommenden Jahren am Standort in Nidderau eine weitere gymnasiale Oberstufe zu schaffen. Der Schulträger hatte die Zahlen an Schülerinnen und Schülern der vergangenen Jahre dargelegt, die eine Oberstufe besuchten. Ebenso führte der Kreis ein erkennbares Elterninteresse an, ein größeres Angebot an Oberstufen-Plätzen zu schaffen. Dritter wesentlicher Grund war ein stärkerer regionaler Ausgleich bei den Standorten.

Diese Lösung hatte der Kreisausschuss bereits im  Frühjahr 2022 vorgelegt. Eine Reihe von Formalia folgte, unter anderem die  Zustimmung der Schulkonferenz. Im Herbst 2022 stellte die Bertha-von-Suttner-Schule beim Kultusministerium den  Antrag auf Erweiterung um abschlussbezogene Klassen ab Jahrgangsstufe 8 und eine gymnasiale Oberstufe, als dann „pädagogisch selbstständige allgemeinbildende Schule“ (PSES). Dieser Wunsch war vergangenen Sommer bewilligt worden. Im direkten Anschluss daran konnte der Kreis seinerseits den Antrag stellen, eine gymnasiale  Oberstufe aufzubauen. Dem hat Wiesbaden nun im Wesentlichen entsprochen.

„Wir sind sehr froh darüber, dass wir auf dem aufsetzen können, was wir im Schulentwicklungsplan vorgesehe­n haben. Natürlich wäre ein noch früherer Unterrichtsstart in der Nidderauer Oberstufe wünschenswert gewesen. Aber die Planungssicherheit für Eltern heutiger Viertklässlerinnen und Viertklässler in der Region ist viel wert“, sagte Thorsten Stolz. Hintergrund ist, dass der Main-Kinzig-Kreis ursprünglich bereits für das kommende Schuljahr den Unterrichtsbeginn einer neu zu schaffenden Oberstufe beantragt hatte. Das längere Genehmigungsverfahren machten diesen Plan zunichte – es hätten nur noch wenige Monate zwischen Bewilligung und Start gelegen. „Im weiteren Planungshorizont stehen im Kreisgebiet noch Oberstufen-Kapazitäten an anderen Einrichtungen zur Verfügung. Insofern haben wir mehr Zeit bekommen und wissen damit umzugehen“, so Stolz.

Ohnehin habe der Main-Kinzig-Kreis von Beginn an auf drei Säulen für das Gymnasialangebot im Westkreis gesetzt, erklärte Schuldezernent Winfried Ottmann. „Wir haben mit der Stadt Hanau eine Fortsetzung der Schulkooperation vereinbart und wir bauen das Maintaler Albert-Einstein-Gymnasium konsequent aus. Das sind zwei der drei Säulen, mit denen wir schon kurzfristig mehr Plätze im Gymnasialzweig schaffen. Aber mittelfristig brauchen wir auch die dritte Säule, und das ist die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe in Nidderau“, so Ottmann.

Das Kultusministerium hat den Aufbau „aufschiebend befristet zum 1. August 2029“ genehmigt, also im Grunde für Kinder, die heute die vierte Klasse besuchen. Der Kreis erhalte damit Planungssicherheit für die weiteren Ausbauschritte. „Zugleich erhalten Schülerinnen und Schüler bei der Wahl der weiterführenden Schule zum Schuljahresbeginn 2024/2025 die Aussicht, zum Schuljahr 2029/2030 in die gymnasiale Oberstufe der Bertha-von-Suttner-Schule wechseln zu können“, heißt es im Schreiben aus Wiesbaden.

Landrat Thorsten Stolz und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann nutzten den Anlass, um sich bei allen zu bedanken, die sich in den vergangenen Jahren intensiv für diese Lösung im Oberstufen-Bereich eingesetzt haben. Dahinter stehe ein breites Netzwerk von Schulgemeinde, Stadt-, Kreis- und Landespolitik, das engagiert, sachlich und ruhig zusammengearbeitet habe.

gymnasioberstunidd az

Schuldezernent Winfried Ottmann (Zweiter von links) hatte die gute Nachricht aus  Wiesbaden vor wenigen Tagen schwarz auf weiß dabei, als er die Bertha-von-Suttner-Schule um Schulleiter Harald Klose (links) besuchte: Am Schulstandort Nidderau kann der Aufbau einer gymnasialen Oberstufe nun in Angriff genommen werden.


Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de


Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

online werben

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

vogler banner

Anzeige

vogler banner

Anzeige

Online Banner 300x250px MoPo 2