Es sei schön, dass das Vermächtnis einer hochverdienten Nidderauer Persönlichkeit nun in einer Bibliothek wiederzufinden sei, sagte Nidderaus Bürgermeister Gerhard Schultheiß.
Es sei schön, dass das Vermächtnis einer hochverdienten Nidderauer Persönlichkeit nun in einer Bibliothek wiederzufinden sei, sagte Nidderaus Bürgermeister Gerhard Schultheiß.
Der Verein für Vor- und Frühgeschichte im unteren Niddertal hat seine neue Bücherei im Vereinsdomizil in der Mittelburg Heldenbergen eingeweiht. Dass der bemerkenswerte Fundus nun der Öffentlichkeit zur Verfügung steht, machten die Mitglieder mit großem ehrenamtlichen Engagement und der Nachlass von Dr. Gretel Callesen möglich.
Aus dem Vermächtnis der 2010 verstorbenen Archäologin und Kulturpreisträgerin des Main-Kinzig-Kreises stammen gut die Hälfte der rund 2000 Bücher, Sonderdrucke und über 30 Zeitschriftenreihen. Nidderau unterstützt gemeinsam mit den Kommunen Schöneck und Niederdorfelden die Arbeit des 110 Mitglieder starken Vereins durch die mietfreie Überlassung des Gebäudes und die Übernahme der Kosten für Strom, Heizung und Wasser.
Schönecks Bürgermeisterin Conny Rück und ihr Nidderauer Amtskollege Schultheiß eröffneten per Scherenschnitt die Bücherei, die eine lückenlose Dokumentation von Archäologie und Geschichte der Region bietet. Aber auch Werke über Frankreich und Ägypten, Atlanten, Lexika und die Geschichte flankierende Themen wie Heraldik, Kunst und Religion sind in den Regalen zu finden. Die Mitglieder des Vereins um die Vorsitzende Dr. Heike Lasch, 2. Vorsitzendem Dieter Dettmering und Geschäftsführer Dirk Hassler investierten, unterstützt vom Kreisarchäologen Claus Bergmann, über 1000 Stunden Arbeit, sodass für eine geringe Investition von rund 1150 Euro Raum für die Bücherei geschaffen werden konnte.
Bürger, Schulen, Studenten und Wissenschaftler können die Bibliothek nach vorheriger Anmeldung bei der Vorsitzenden Dr. Lasch (06187/201583/E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) kostenlos nutzen. Drei Leseplätze stehen zur Verfügung. Zwei weitere Projekte stehen auf der Agenda der Heimatforscher: Nutzer der Stadtbücherei Windecken sollen sehen können, welche Werke beim Verein für Vor- und Frühgeschichte zur Verfügung stehen. Zweitens die Einrichtung eines Medienraums, um auch die vielen Dias zur Geschichte des Niddertals, die in den Kartons schlummern, der Öffentlichkeit zeigen zu können. An anderer Stelle helfen wird die Stadt Nidderau: Einige ausrangierte Bürostühle aus dem Rathaus sollen helfen, mehr Sitzmöglichkeiten zu schaffen.
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