Ein Baumschaden der besonderen Art wurde dem Umweltbüro der Stadt Nidderau am vergangenen Montag gemeldet.

Vandalen hätten die Rinde der Birke an der Sitzbank am Feldweg oberhalb des Mühlberges fast komplett abgeschält. Der Nachbarbaum wurde ebenfalls verletzt. Das vor Ort angetroffene Bild war in der Tat beängstigend. Die Rinde der Birke war völlig abgelöst und lag in Bruchstücken rund um den Baum zerstreut. Auffällig war, dass keine Spuren von Werkzeugen oder stumpfer Gewaltanwendung zu sehen waren.
Der Hinweis einer Anwohnerin auf das heftige Gewitter vom Wochenende sowie der Vergleich mit Bildern aus dem Internet bestätigte schließlich den Verdacht. Nicht wilde Vandalen hatten dem Baum zugesetzt, sondern ein Blitzeinschlag hatte die Rinde regelrecht abgesprengt. Uli Rückert, Gärtnermeister des Bauhofes hatte so etwas zuvor noch nicht gesehen. Stephan Zöller vom Fachbereich Umwelt ist einerseits bedrückt wegen des geschädigten Baumes, andererseits aber froh, dass der Schaden auf eine natürliche Ursache und nicht auf Vandalismus zurückgeht.
Ein Überleben der schwer geschädigten Birke ist sehr unwahrscheinlich. Die leicht verletzte Nachbarbirke hat dagegen größere Chancen. Die Bäume werden nun im Auge behalten. Vermutlich muss die stärker beschädigte Birke im Laufe des Jahres gefällt werden. Eine Ersatzpflanzung ist vorgesehen.
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