Verspätetes Osterei der CDU?

Nidderau

Überrascht zeigt sich die SPD Nidderau über das jüngste Flugblatt der CDU, in dem behauptet wird, dass eine Adventure-Golfanlage in der Neuen Mitte entstehen soll.

Hanau News

"Schaut man auf den Kalender, dann hat man das Gefühl, dass die CDU den Bürgern ein verspätetes und vergiftetes Osterei ins Nest legen will!", so Jan Döring, Vorsitzender der SPD Nidderau.

"Richtig ist, dass im Struktur- und Bauausschuss der Stadt Nidderau vor knapp drei Monaten das Projekt zur Meinungsfindung vorgestellt und dieses seitdem geprüft wird. Es gibt keinerlei Festlegungen seitens der Rathausspitze, wie behauptet wird. Vielmehr prüfe man derzeit im Sinne der Beschlusslage des Ausschusses Größe und Lage der Anlage bis hin zur Frage einer Verpachtung von städtischen Flächen auch an anderer Stelle. Zudem male die CDU ein Bild einer Anlage, von der überwiegend negative Faktoren wie Lärm und Abgase ausgehen. Bei der genannten Anlage handelt es sich um eine von mehreren Ideen zur Gestaltung der Neuen Mitte.", so Bastian Hans, Vorsitzender der SPD Heldenbergen, der die Mitwirkung der Anwohner ernst nimmt.

"Der hinter der Idee stehende Unternehmer Klaus Winkler betrachtet die im Ausschuss vorgestellten Pläne keinesfalls als fix. Er sieht Änderungsmöglichkeiten hinsichtlich Größe und Lage. Zudem schreibt die CDU von "Gastronomie", obwohl von Planungsseite her nur ein Kiosk vorgesehen ist. Herr Winkler steht allen politisch Verantwortlichen zum Gespräch bereit, die dieses Angebot auch nutzen sollten. Es ist daher unverantwortlich von der CDU, einerseits eine stärkere Ansiedlung von Firmen einzufordern, andererseits Unternehmer, die bereit sind, einen hohen Betrag in Nidderau zu investieren, über die Verbreitung von die Wahrheit verzerrenden Flugblätter zu verunsichern, anstatt das persönliche Gespräch mit Ihnen zu suchen.", so Andreas Bär, Vorstandsmitglied der Nidderauer SPD.

Die Sozialdemokraten kritisieren allerdings das Bild, dass die CDU Nidderau von der hiesigen Kommunalpolitik malt: "Kommunalpolitik ist keine Geheimloge, die im Rathaus ihren Sitz hat. Kommunalpolitik lebt vom ehrenamtlichen Engagement heimischer Bürgerinnen und Bürger. Es ist die Nidderauer Stadtverordnetenversammlung, bestehend aus Ehrenamtlichen aller Stadtteile, die solche Entscheidungen öffentlich und nach breiter Aussprache trifft. Und bis heute hat diese keine Entscheidung getroffen.", so Daniela Less, Vorsitzende der SPD Fraktion, die alle Bürgerinnen und Bürger einlädt, bei der anstehenden Kommunalwahl für das Stadtparlament zu kandidieren.

"Ich appelliere an die hiesige CDU, nicht mit Halbwahrheiten und verzerrten Darstellungen im Kommunalwahlkampf zu operieren. Der damit einhergehende Vertrauensverlust auf Seiten der Bürger schadet am Ende allen Ehrenamtlichen, die in Nidderau Kommunalpolitik betreiben.", so Döring abschließend.


Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de