Von Beelzebub bis Soundtrack

Niederdorfelden
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Früh im Jahr stand es am vergangenen Sonntag auf dem umfangreichen Veranstaltungsplan 2019 der Musikschule Schöneck-Nidderau-Niederdorfelden.

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Kein „Frühlingskonzert“, und doch hatte der Frühling zahlreiche Besucher ins Bürgerhaus Niederdorfelden zu einer von Schülern und Lehrkräften während der Winterzeit mit viel Enthusiasmus vorbereiteten Veranstaltung begleitet. Mit kenntnisreicher, ruhiger Moderation führte Ann Bernstein durch das chronologisch rückwärts angeordnete Programm der siebzehn Beiträge. Es begannen jüngere Schülerinnen und Schüler. Zunächst Rosita Hohm-Koesters „Tanz-Kids“, die zu Edward Sheerans „Galway Girl“ tanzten, gefolgt von James Muggleworth (Klasse Ann Bernstein) am Klavier mit William Gillocks „Indianertanz“. Als Geigenduo interpretierten Emily Lau und Michelle Ulrich aus der Klasse von Heidrun Zilian-Weber neben „Scarborugh Fair“ zwei Stücke aus den Musicals „Mary Poppins“ und „The Sound of Music“. Von Paula Sonnenmoser unterrichtet wird der 14-jährige Pianist Tim Bernhardt, er begeisterte mit Manaka Kataokas Soundtrack zum Computerspiel „The Legend of Zelda“. Andrea Holzer-Romberg komponierte die „Tarantella für Marcella“ einen fröhlichen, schnellen Tanz, den Geigerin Emma Nägele mit Klavierbegleiter Valentin Haller überzeugend spielte. Darauf folgte Kerstin Helfrichts junger Schüler Jonas Müller am Klavier, der mit dem auswendig vorgetragenen „Oceans“ faszinierte.

Es schloss sich der zweite Teil des niveauvollen Konzertes an, in dem von älteren Jugendlichen die Musik alter Meister vorgetragen wurde. Zunächst noch ein jüngeres Werk von James Curnow: Seine „Rhapsody“ für Euphonium meisterte Alba Groetsch (Klasse Andreas Weil) virtuos, den Part des Blasorchesters übernahm Valentin Haller am Klavier, genauso wie auch die folgende Begleitung des ebenfalls aus der Klasse von Andreas Weil stammenden Tubisten Simon Boomgarden, der das mit Schwierigkeiten gespickte Bravourstück „Beelzebub“ von Andrea Catozzi meisterlich darbot. Ein nicht ganz original besetztes Holzbläserquintett schloss sich an: „Canon“ von Charles Lefèbvre mit Jerome William (Flöte), Wiebke Geßner (Oboe) Kathrin Speyer (Klarinette) Leon Englisch-Illing (Viola statt Horn) und Inga Stutzke (Bassklarinette statt Fagott). Danach stand noch einmal das Soloklavier im Mittelpunkt: Kiara Hecktor (Klasse Valentin Haller) zauberte Franz Schuberts lyrisches „Impromptu“ As-Dur op. 90, Nr. 4 auf die Tasten des Flügels, bevor Trompeterin Marleen Groetsch aus der Klasse von Roman Mixa mit Begleiter Valentin Haller eine bemerkenswert feine, sichere Interpretation des 2. Satzes aus Joseph Haydns Trompetenkonzert ablieferte. Ähnlich differenziert im Trompetenklang zeigte sich Lilli Mager mit ihrem Begleiter An Huy Nguyen und der dreisätzigen Suite No. 2 von Georg Philipp Telemann. Zum Schluß zeigte das 15-köpfige Mittelstufenorchester „La Sinfonietta“ unter Leitung von Inga Stutzke mit drei Stücken der Barockzeit, dass die alte Musik Spaß macht. Eine „Sarabande“ von Johann Melchior Caesar, ein „Grave“ von Telemann und das Danklied „Planxty Irwin“ des irischen Komponisten Turlough O’Carolan beschlossen ein abwechslungsreiches Musikschulkonzert. www.musikschule.online

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