Ein Haus für die Schwalbe in Niederdorfelden

Niederdorfelden
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Die Schwalbe macht der Vogelschutzgruppe Eichen 1988 e.V. große Sorgen. Denn dem Zugvogel mangelt es im nahegelegenen Niederdorfelden am geeigneten Brut- und Wohnraum.

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Abhilfe schaffen soll daher ein neues Schwalbenhaus, das der Verein gemeinsam mit dem Niederdorfeldener Vogelschützer Ralph Vey in der Ortsmitte aufstellen will. Bislang fehlten dafür die Mittel, mit dem jetzt erzielten Zusatzgewinn der Umweltlotterie GENAU in Höhe von 5.000 Euro kann das Bauvorhaben starten.

„Dramatisch“ nennt Sonja Jüngling von der Vogelschutzgruppe Eichen 1988 e.V. die Bestandsentwicklung der letzten Jahrzehnte. „Waren Schwalben früher allgegenwärtig in Hessens Gemeinden und Städten, brüten die Vögel heute immer seltener bei uns. Allein in Niederdorfelden sind die Bestände von über 52 Brutpaaren in den 1980er Jahren auf aktuell 16 Paare gesunken“, weiß Jüngling. Die Gründe dafür sind vielfältig: Sanierte Gebäude, betonierte Straßen sowie verschlossene oder abgedichtete Scheunen und Viehställe machen es den Schwalben zunehmend schwer, überhaupt noch Nistplätze zu finden. Einflugmöglichkeiten fallen weg oder werden vom Menschen beseitigt. „Mehr als 100 Nester sind etwa den Sanierungsmaßnahmen im Wohngebiet ‚Berliner Straße‘ zum Opfer gefallen, an den glatten Fassaden finden die Vögel heute keinen Halt mehr. Genauso fatal sind die fehlenden Dachüberstände an vielen modernen Häusern. Schwalbenfreundlich ist das nicht und die Vögel bleiben immer häufiger fern“, erklärt Jüngling. Diesen negativen Trend wollen die Vogelschützer stoppen – mit einem neuen Schwalbenhaus in Niederdorfelden, das dem bedrohten Zugvogel neue Brut- und Überlebenschancen erschließen soll. Seinen Bau sichert jetzt ein Lottogewinn der Umweltlotterie GENAU.

„Das ist wie ein Weihnachtsgeschenk mitten im Sommer. Dank GENAU kann unser Traum von einem eigenen Schwalbenhaus in Niederdorfelden nun wahrwerden, und das nach so kurzer Zeit“, freut sich Jüngling über den unerwarteten Geldsegen. Erst im Mai hatte sie ihr Schwalbenprojekt bei der Umweltlotterie eingereicht, wenige Wochen später, am 28. Juni 2019, glückte der Zusatzgewinn. Die damit verbundenen 5.000 Euro legen nun den Grundstein für die neue künstliche Nisthilfe mit insgesamt 42 Brutplätzen. Errichtet werden soll sie auf einem Wiesengrundstück in der Ortsmitte, das die Gemeinde den Vogelschützern zur Verfügung stellt. Über den genauen Standort soll eine Ortsbegehung Aufschluss geben – zusammen mit einem Ornithologen sowie dem Niederdorfeldener Vogelschützer Ralph Vey. „Schon in den nächsten Wochen wollen wir mit dem Hausbau starten. Damit bereits im nächsten Frühjahr ganz viele Schwalben ihr Sommerquartier bei uns aufschlagen“, so Jüngling.

Möglich macht die Anlage des Schwalbenhauses in Niederdorfelden jetzt der Zusatzgewinn für den Naturschutz aus der Umweltlotterie GENAU. Hessenweit konnten bereits mehr als 150 Projekte über Lottoglück für die Umwelt jubeln, 21 davon aus dem Main-Kinzig-Kreis. Der Kreis profitierte damit bislang von Zusatzgewinnen in Höhe von insgesamt 105.000 Euro für seine Umweltprojekte. Bewerbungen für den GENAU-Zusatzgewinn können jederzeit unter www.genau-lotto.de/projekteinreichen angemeldet werden. Sie werden dann nach fachlicher Prüfung durch den Umweltprojektbeirat in den Kreis der zur Auswahl stehenden Umweltprojekte aufgenommen.

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