Corona die Stirn bieten: Mehr Busse und harmonisierte Schulanfangszeiten

Niederdorfelden
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Die Grünen Niederdorfelden freuen sich, "dass das Land Hessen mit einem Grünen Verkehrsminister und stellv. Ministerpräsidenten wieder einmal den ersten Schritt zur Lösung eines Problems gegangen ist".

Das Land stelle für mehr Busse und verbesserten Schülerverkehr 10,8 Millionen Euro zur Verfügung. Die meiste finanzielle Unterstützung mit mehr als 8,3 Millionen Euro erhalte, so der Minister, der Rhein-Main-Verkehrsverbund als größter Verkehrsverbund im Land. Weitere rund zwei Millionen Euro bekomme der Nordhessische Verkehrsverbund und etwa 350.000 Euro seien für den Verkehrsverbund Rhein-Neckar vorgesehen. Die Verkehrsverbünde geben nach den Plänen des Verkehrsministers die Mittel dann an die regionalen und lokalen Verkehrsorganisationen weiter.

Schon vor Corona wurde von Eltern- und politischer Seite gerade die Schulbuslinie zwischen Niederdorfelden und den Schulen in Maintal wegen der Enge im Bus, aber auch bei der Einstiegssituation an bestimmten Haltestellen kritisiert. "Diese Situation darf nach den Herbstferien und während der Corona-Pandemie überhaupt nicht auftreten", seien sich die Grünen in der Zielrichtung ihrer Forderungen klar, so der grüne Gemeindevertreter Jo Mistetzky. DIE GRÜNEN Niederdorfelden fordern deshalb die Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig (KVG) und den Schulträger auf, das Angebot des Landes aufzunehmen und umgehend ein Konzept für die Zeit nach den Herbstferien aufzustellen, den Schülerverkehr von und nach Niederdorfelden zu den Schulen nach Maintal durch zusätzliche Busse zu verstärken.

Aus Sicht der Grünen müssten dies nicht unbedingt zusätzliche neue Busse sein: "Auch wenn diese Busse nicht unbedingt den Ansprüchen an Barrierefreiheit entsprechen, sind wir der Meinung, dass der Einsatz von Reisebussen auch angedacht werden kann." Dies sei in den Coronazeiten auch direkte Wirtschaftshilfe. Zusätzlich müsse der Rhein-Main Verkehrsverbund aus Sicht der Grünen darauf achten, dass in diesem Zusammenhang auch die Züge auf der Niddertalbahn nach und von Nidderau verstärkt oder aber in kürzeren Taktzeiten führen. „Ist das nicht möglich, muss für den Schutz der SchülerInnen während der Corona-Epidemie auch Schienenersatzverkehr zu den Schulanfangs- und -endzeiten mit Bussen erlaubt werden“, so der Vorsitzende des Ortsverbandes, Matthias Zach.

Gleichzeitig brauche es auch mehr Druck auf das Staatliche Schulamt und den Schulträger in der Frage „Rhythmisierung der Schulanfangszeiten“. So könnten Probleme von fehlenden Buskapazitäten auch durch eine Optimierung der vorhandenen Buskapazitäten angegangen werden. Mistetzky und Zach mahnen und fordern deshalb: „Die Ferien sind bald zu Ende und die Corona-Zahlen steigen: Also los. Es gibt viel zu tun. Fangen Sie alle umgehend an“.

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