Conen und Zach besichtigen Windkraftanlagen in Jossgrund

Niederdorfelden
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Die Inbetriebnahme der sechs Windkraftanlagen auf dem Gebiet der Gemeinde Jossgrund sei ja zwar schon im Juli erfolgt, aber ein Besuch der Anlagen lohne immer, so die grüne Kreistagsabgeordnete Ursule Conen und der ehemalige grüne Kreisbeigeordnete Matthias Zach.

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Beide waren unter fachkundiger Führung des Geschäftsführes der Naturenergie Main-Kinzig GmbH, Oliver Habekost, im Gebiet des Roßkopfes unterwegs, um sich die Anlagen zeigen, erklären und sich selbst ein Bild verschaffen zu können. "Wir sind absolute Befürworter der Windenergie, wollen aber auch wissen, welche Eingriffe erfolgt sind und wie sie ausgeglichen werden, wie Mopsfledermaus oder Rotmilan geschützt, welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Lichtemissionen zu mindern und welche Maßnahmen darüber hinaus für Natur und Umweltschutz ausgeführt werden", so die grüne Kreistagsabgeordnete Ursule Conen.

Weiter führen beide aus, dass der Klimawandel genauso ernst genommen werden muss, wie die Corona-Pandemie. „Wenn wir hier nicht forciert, sondern nur zaghaft entgegensteuern, verlieren wir in der Ökobilanz und gefährden Natur und Umwelt und unsere Zukunft“. In die positive Ökobilanz müssten die 21 ha Altbaumbestand eingerechnet werden, die jetzt für 65 Jahre aus der wirtschaftlichen Nutzung herausgenommen wurden, genauso wie die weiteren 20 ha Wiesen, Flussbegleitgrün oder die am Wege stehenden Altbäume, aber auch die zeitweise Abschaltung von Anlagen für den Schutz des Rotmilans. Gegenüber Windkraftgegner müsse immer wieder betont werden, dass sich, so Matthias Zach, auch die Technik ändere und dann auch zum Schutz der Wildvögel oder aber zur Geräuschminimierung, eingesetzt würde. Sei es die Frage der Befeuerung, die nun geändert werde und erst bei Anflug eines Flugzeuges angehe, sei es die andere Art der Flügel, die das Geräuschflattern bis auf ein Minimum reduziere.

"Ich habe in diesem Zusammenhang auf neueste Untersuchungen hingewiesen, die durch Schwärzen der Flügel Erfolge gegen Durchflug von Vögeln vorweisen konnten", so Matthias Zach. Habekost sagte eine Prüfung zu. Das Unternehmen wolle alles zu tun, einerseits Natur und Umwelt zu schützen, andererseits aber durch mehr regenerativen Stromertrag zu einer CO2-Reduzierung beizutragen. Ihm sei es noch einmal wichtig zu betonen, dass die vorliegenden Berechnungen, die ja die Grundlage zur Wirtschaftlichkeit bildeten, bisher nicht nur bei dem Bau der Stromleitungen, sondern bei der Windhöffigkeit zum Stromertrag alle Erwartungen mehr als erfüllt hätten.

Mit dem Wunsch an die Naturenergie, weiterhin im Windkraftanlagenbau sowie dem Bau von Photovoltaikanlagen erfolgreich zu sein und der Hoffnung, dass die Projektierungen für weitere Windkraftanlagen in diesem und im näheren Umkreis noch realisiert werden können, verabschiedeten sich Conen und Zach und dankten Habekost für die überaus kompetente Führung. Im Frühjahr 2021 wolle man sich im Gebiet Galgenberg, Schöneck, wieder treffen und dann auch eine Anlage besteigen.

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