Betreuung und Ganztagsschule brauchen engagierten Vorstand

Niederdorfelden
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Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für viele Eltern eine der wichtigsten Bedingungen und politische Forderung in den vergangenen Jahren.

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Dabei liegt den Eltern die qualifizierte und verlässliche Betreuung ihrer Kinder am Herzen. Das wissen die Verantwortlichen im Vorstand des Vereins "Kinderlobby", die seit 26 Jahren die Hortbetreuung in Niederdorfelden wuppen und haben die Veränderungen der Ansprüche an Hortbetreuung in diesen Jahren kennen gelernt.

Der Verein besteht nunmehr seit 26 Jahren, ist schon 1994 als Trägerverein „Kinderlobby" gestartet. Mit dabei auch heute noch im Vorstand ist Ursule Conen. Sie erinnert sich: „Damals haben sich verschiedene Akteure zusammen geschlossen, weil unter Bürgermeister Schneider und der damaligen SPD keine Notwendigkeit für eine Hortbetreuung als die begleitende Maßnahme für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gesehen wurde.“ Also mussten wir selbst aktiv werden. Heute hat der Verein in "Betreuter Grundschule" und Hortbetreuung 110 Plätze, beschäftigt zur Betreuung in Vollzeitäquivalenten gerechnet, 8 Fachkräfte und verwaltet im Ehrenamt als Verein ein Budget von ca 450.000 Euro. "Zwar haben wir die Buchhaltung an ein Büro abgegeben, aber trotzdem bleibt viel Verwaltungsarbeit an mir als Vorsitzende hängen", so die aktuelle Vorsitzende Marion Scheid.

Im Gegensatz zu manch anderem Verein, der in der Hortbetreuung tätig ist, hat der Verein "Kinderlobby" eine Betriebsgenehmigung des Jugendamtes des Main-Kinzig-Kreises und damit die Auflage, in den Gruppen nur Fachkräfte einzusetzen. "Wir haben das bisher immer gut geschafft, so Ursule Conen, sind aber auch froh, dass uns die Gemeinde Niederdorfelden mit einem erheblichen Teil der Personalkosten finanziell unterstützt, denn dadurch können wir die Elternbeiträge in einem erträglichen Rahmen halten". Neben Marion Scheid als Vorsitzende, Ursule Conen und Thorsten Linke als Stellv. Vorsitzende und Nina Meußer- Völkel als Beisitzerin wurde der Vorstand in der Jahreshauptversammlung am 26. Oktober mit Yasemin Ziel komplettiert. Die bisherige Beisitzerin Yolanda Perez-Garcia hatte aus persönlichen Gründen nicht mehr kandidiert.

Satzungsgemäß wird in der Kinderlobby der Vorstand jährlich neu gewählt - in Marion Scheid und Ursule Conen hat der Verein aber in den vergangenen Jahren hohe Kontinuität erlebt. Ursule Conen machte in der JHV deutlich, dass die Zusammenarbeit mit Thorsten Linke und den Beisitzerinnen, wie Nina und Yolanda für den Vorstand wichtig sind und dankte für ihre wertvolle und wichtige Arbeit im Vorstand. Nicht nur Betreuung, sondern Bildung für alle ist das Ziel der Kinderlobby. Im Laufe der Jahre habe sich nämlich Betreuung verändert. Die Zusammenarbeit zwischen Schulleitung, Vereinsführung, Gemeinde und Schulträger werde immer intensiver. Lehrkräfte und pädagogische Kräfte würden ihre Arbeit kontinuierlich verzahnen, sodass immer mehr in gegenseitiger Wertschätzung miteinander gearbeitet und der Tag für die Kinder gestaltet werde, das bedeute auch für den ehrenamtlichen Vorstand ein Mehr an Arbeit und Engagement.

Vor der Betreuung stehen wichtige Jahre

Im Bericht des Vorstandes geht Conen auch auf die Zukunft ein. Denn auch nach 26 Jahren entwickeln sich die Anforderungen und der Verein weiter. So werden schon jetzt Gespräche mit der Gemeinde, dem Schulträger und der Schulleitung geführt im Hinblick auf den gestellten Antrag der Grundschule auf Teilnahme am Pakt für den Ganztag. Der Verein selbst diskutiert aber auch schon darüber hinaus auf das Jahr 2025 und den dann geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter. Nach erfolgreicher Wahl und Bestätigung überbrachte der ehrenamtlicher Beigeordnete Matthias Zach im Auftrag des Bürgermeisters Klaus Büttner Grüße des Gemeindevorstandes, bedankte sich mit einem Blumenstrauß bei allen Vorstandsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit und wünschte für die kommenden Anforderungen in der Umsetzung des Paktes gutes Gelingen. Denn mit der Ausweisung des Wohngebietes "Im Bachgange" und dem Rechtsanspruch auf den Ganztagsschulplatz würden die Anforderungen an den Verein größer denn je.

Foto (von links): Yasemin Ziel, Marion Scheid, Torsten Linke, Nina Meußer-Völkel, Ursule Conen.

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