Dem Ziel fünf Schritte näher: Die Nidder erhält eine Fischtreppe

Niederdorfelden
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„Schon im Wahlkampf", so der Ortsverbandsvorsitzende der Grünen Niederdorfelden, Matthias Zach, "hatten wir das Thema Renaturierung der Nidder und Realisierung eines Fischaufstieges thematisiert und nach dem Wahlkampf auch versprochen, dass wir uns sofort um eine mögliche Realisierung kümmern würden.“

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Auf Initiative von Dr. Anne Schrimpf-Alt (Grüne) sei es am Dienstag, 20.4.2021, zu einem Informationstermin zur Durchgängigkeit der Nidder. Ort: das Wehr an der Nidder – hier gesehen von der Karbener Seite. „Nach der Wasserrahmenrichtlinie, einer EU-Vorgabe", so Schrimpf-Alt, „sollen alle Gewässer in der gesamten EU bis 2027 durchgängig gemacht werden. Dadurch können Wanderfische und andere Arten wieder ungehindert durch die Gewässer schwimmen.“ Die Nidda, der Fluss, in den die Nidder in Bad Vilbel-Gronau mündet, werde in wenigen Jahren von der Quelle bis zur Mündung in den Main durchgängig sein und viele Arten wie die Fische Barbe und Nase, aber auch der Bieber würden sich nun wieder ansiedeln. Der Artenreichtum nehme enorm zu.

In der Nidder würden die Hindernisse nach und nach so verändert, dass Wanderfische und andere Wasserorganismen sich in dem Gewässer frei bewegen könnten. „Das Tor zur Nidder in Niederdorfelden ist durch das Wehr jedoch noch verschossen“, so Schrimpf-Alt. Dies soll sich nun ändern. Daher hatten die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Sandra Eisenmenger, und die Biologin Dr. Anne Schrimpf-Alt zu einem Informationstermin eingeladen. Ziel dabei sei die Renaturierung der Nidder und die Herstellung der Durchgängigkeit der Nidder. „Uns als Grüne war“, so Schrimpf-Alt und Eisenmenger, „zudem wichtig, dass sich die Mühlräder auch in Zukunft drehen werden, weil dieses Kulturgut für die Zukunft schützenswert ist, auch wenn nicht mehr so viel Wasser durch den Mühlgraben fließen darf, wie dies aktuell noch der Fall ist und zu einem Rückstau bis Oberdorfelden führt.“

Ein weiteres Ziel sei es gewesen, die Kosten der Renaturierung und des Baus einer Fischtreppe für Gemeinde und die Eigentümerin der Mühle so gering wie möglich zu halten. Bei dem sehr informativen Treffen hätten vor allem die beiden Experten viel berichtet: Harald Lütkenhaus-Kopp vom Regierungspräsidium Darmstadt habe über den rechtlichen Hintergrund und die finanziellen Fördermöglichkeiten berichtet, Gottfried Lehr, der bereits viele Renaturierungen an der Nidda betreut hat, habe Beispiele aufgezeigt, wie eine Umsetzung praktisch möglich sein könne. Weitere Gäste waren Bürgermeister Klaus Büttner (SPD) und seine Mitarbeiter Thomas Keitel und Carsten Breitbach, Juliane Frey (SPD), Horst Schmidt und Peter Bauscher (beide DLi) und die Mühlenbesitzerin Charlotte Solzer, die das Wasserrecht besitzt.

Eisenmenger und Schrimpf-Alt sind sich einig: „Das Treffen war ein voller Erfolg und wir sind optimistisch, dass wir gemeinsam und auch parteiübergreifend mit allen Beteiligten einen guten Weg gefunden haben, wie die Renaturierung und die Herstellung der Durchgängigkeit der Nidder in Niederdorfelden zeitnah ermöglicht werden kann. In wenigen Jahren können sich hier wieder Tierarten ansiedeln, die die Dorfelder gar nicht mehr aus der Nidder kennen.“ Bis es so weit sei, müssten noch einige Details geklärt werden und das Genehmigungsverfahren in Gang kommen. Die Bereitschaft zu einer Beteiligung hätten aber sowohl der Bürgermeister als auch der Vorsitzende der DLi, Horst Schmidt, und die Vorsitzende der SPD, Juliane Frey, signalisiert.

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