„Jedes Haus in Niederdorfelden wird gigabitfähig“

Niederdorfelden
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Niederdorfelden wird komplett an das gigabitfähige Netz angeschlossen: Bürgermeister Klaus Büttner (SPD) und die Breitband Main-Kinzig GmbH haben jetzt die Zusammenarbeit beschlossen. Baustart ist bereits im kommenden Jahr.

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„Wir ziehen das mit der Breitband Main-Kinzig durch“, sagt Niederdorfeldens Bürgermeister Klaus Büttner. „Darüber freue ich mich sehr, denn alleine könnten wir das gar nicht stemmen.“ Der Rathauschef betont, dass die Kreistochter als kommunale Akteurin genau die richtige Partnerin für dieses Projekt sei: „Denn die Breitband Main-Kinzig lässt kein einziges Haus aus. Und das ist mir sehr wichtig. Wir müssen die Lücken schließen.“

Was bedeutet die Zusammenarbeit konkret? Ganz einfach: Überall dort, wo in Niederdorfelden noch gar kein schnelles Internet vorhanden ist, kümmert sich Breitband Main-Kinzig um den Glasfaserausbau. Und überall dort, wo die Menschen bereits mit Kabelanschlüssen ausgestattet sind, werden die Netze entsprechend aufgerüstet, damit sie ebenfalls Bandbreiten von 1 GBit/s liefern können. Letztere Aufgabe übernimmt Vodafone – der Partner von Breitband Main-Kinzig für den Ausbau der Privathaushalte.

Büttner erläutert: „Wir haben noch einige Ecken in unserer Kommune, in denen es gar kein schnelles Internet gibt.“ Woran das liegt, ist schnell erklärt: Oft bleiben einzelne Gebiete oder Häuser komplett außen vor, wenn ein Privatanbieter den Ausbau übernimmt. Das war auch in Niederdorfelden der Fall. Landrat Thorsten Stolz (SPD) kann das grundsätzlich nachvollziehen: „Ein Drittanbieter baut natürlich nur dort aus, wo es sich wirtschaftlich für ihn lohnt. Aus unserer Sicht reicht das aber nicht aus. Deshalb bieten wir jetzt den kostenlosen Glasfaserausbau bis ins Haus an – für alle, die sich dafür anmelden. Denn schnelle Bandbreiten sind schon jetzt ein wichtiger Standortfaktor und werden in der Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen“, so der Landrat.

Simone Roth, Geschäftsführerin der Breitband Main-Kinzig GmbH, erläutert den Ablauf: „Unser Partner Vodafone wird alle Kabelgebiete, in denen wir wegen der Förderrichtlinien nicht ausbauen dürfen, so aufrüsten, dass dort ebenfalls Bandbreiten von 1 GBit/s möglich sind. Den Rest übernehmen wir.“ Heißt: „Jedes Haus in Niederdorfelden wird am Ende gigabitfähig sein – sofern sich die Grundstückseigentümer ihren kostenlosen Anschluss bei uns bestellen.“ Wie das funktioniert, steht unten im Infokasten.

Für den Ausbau bekommt die Kreistochter Fördergelder von Land, Bund und Kreis – insgesamt 200 Millionen Euro. Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann (CDU) ist sich sicher, dass es bei diesem riesigen Infrastrukturprojekt am Ende nur Gewinner geben wird: „Wenn wir ausbauen, dann gehört das Netz keinem Privaten, sondern dem Kreis.“ Dadurch könnten die Bürgerinnen und Bürger am Ende frei entscheiden, welchen Anbieter sie nehmen wollen. Denn auch wenn Vodafone der Partner von Breitband Main-Kinzig ist, so dürfen auch andere ihre Dienste anbieten. „Und das ist nur einer von vielen Vorteilen. Deshalb sprechen wir ja immer vom Bürgernetz.“

Bürgermeister Klaus Büttner ist sich deshalb sicher: „Davon werden wir langfristig immens profitieren.“ Und Landrat Stolz betont abschließend: „Damit haben wir schon bald einen schnelleren Internetanschluss vor den Toren Frankfurts als in manchen Ecken der Großstadt selbst.“ Der Ausbau in Niederdorfelden soll bereits Ende 2023 abgeschlossen sein. Die Kreistochter Breitband Main-Kinzig baut neben Niederdorfelden noch in den folgenden Kommunen aus: Bad Orb, Biebergemünd, Birstein, Brachttal, Bruchköbel, Erlensee, Flörsbachtal, Freigericht, Gelnhausen, Gründau, Hanau (Stadtteile Klein-Auheim und Mittelbuchen), Hasselroth, Jossgrund, Linsengericht, Nidderau, Schlüchtern, Sinntal und Steinau. Es können noch weitere Kommunen dazukommen.

Foto: Auch Niederdorfelden wird Gigabit-Kommune. Darüber freuen sich (von links) Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann, Bürgermeister Klaus Büttner, Karl Markloff (Erster Beigeordneter), Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth und Landrat Thorsten Stolz. Foto: Bensing & Reith


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