Grüne diskutieren über Ortsthemen

Niederdorfelden
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Die Grünen Niederdorfelden haben routinegemäß am ersten Montag im Monat, 05. Februar, ihre erste öffentliche Sitzung gemeinsam mit Fraktion und Ortsverband im Bürgerhaus Niederdorfelden für das Jahr 2024 abgehalten.



Eingeladen waren alle Bürgerinnen und Bürger, die Mitglieder der Fraktion und die grünen Mitglieder des Ortsverbandes. Eingeladen aber war auch die von Gemeindevertretung gewählte Vertreterin der Gemeinde im Nidder-Seemenbach Verband, Dr. Anne Schrimpf-Alt.

Für die Tagesordnung vorgesehen waren Themen wie
- die weitere Aufnahme von Flüchtlingen und die Integration in unsere Dorfgemeinschaft,
- der Stand der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie und der Bau der Fischaufstiegshilfe,
- grüne Anträge zur Sitzung der Gemeindevertretung am 22. Februar 2024.

"Auch die Frage der Integration der Flüchtlinge in unsere Gemeinde wurde besprochen. Dies besonders mit dem Hintergrund, dass mit dem Haushalt 2024 eine 3. und 4. Containeranlage beschlossen wurde. Die Frage des Angebots von Wohnungen und von Arbeitsplätzen und der Wille, nicht nur die negativen Schlagzeiten in den Vordergrund zu rücken, müsse deshalb stärkeres Gewicht erhalten. Wir waren uns einig“, so der Vorsitzende des Ortsverbandes Matthias Zach, „dass es Zeit ist, den Blick mal auf die Integrationsleistungen der Flüchtlinge zu lenken. Die Bemühungen zu honorieren und zu schauen, was von unserer Seite aus getan werden kann, um positive Entwicklungen ins Licht zu rücken und auch aufzuzeigen, was Integration möglicherweise beeinträchtigt."

Der durch die Wasserrahmenrichtlinie gesetzlich geforderte Bau einer Fischaufstiegshilfe am Wehr der Nidder in Niederdorfelden brachte wieder einmal heftige Diskussionen um möglicherweise weiter drohende Verzögerungen, obwohl doch von Seiten der Gemeinde alle notwendigen Schritte gemacht wordens seien. „Endlich ist“ so die Fraktionsvorsitzende Sandra Eisenmenger „auch wieder Geld im Haushalt eingestellt und jetzt scheint es Probleme mit der Genehmigung zu geben. Wir haben deshalb Frau Schrimpf-Alt eingeladen, um uns zu berichten“ so Eisenmenger, „und aufgrund dieser Berichte erscheint es wichtig, dass Frau Schrimpf-Alt als durch die Gemeindevertretung gewählte Vertreterin im Wasserverband Nidder-Seemenbach und Herr Breitbach als gewähltes Vorstandsmitglied des Verbandes, die Gelegenheit erhalten, alle Fraktionen zu unterrichten."

Konkrete Ideen für Anträge seien aber ebenso intensiv wie sachkundig diskutiert worden: "Hierbei ging es um Hinweisschilder zu den Spielplätzen der Gemeinde, die Fertigstellung des ehemaligen 'Sonnenweges' und die (Wieder-)Aufstellung der dortigen Bank sowie weiterer Bänke an den Wegen in und durch die Gemeinde. Dass an diesem Weg liegende Dreiecksgrundstück, welches als Blühwiese hergerichtet werden soll, war dann Thema einer ausführlichen Diskussion. Wir haben ja verschiedene Möglichkeiten Blühwiesen zu erhalten und die beiden hauptsächlichen Methoden können wir ja auch in unserer Gemeinde sehen. Die eine Methode ist aufwändiger, braucht viel Maschineneinsatz, ist kostspielig, zeigt aber viel schneller das gewollte Ergebnis (Beispiel Dreiecksgrundstück Bischofsheimer/ Ecke Gänsweide). Die andere Methode lässt den Boden fast unberührt, nach Grubbern und Mähen wird eingesät und die Natur macht dann den Rest. Blühwiesen allerdings“ so Eisenmenger, „sind Magerwiesen und deshalb dauert diese Methode länger, ist allerdings nicht so kostenintensiv. Beispiele hierzu finden sich in den Gärten/an der Turnhalle/ am Alten Brunnen."

„Letztlich“ so Eisenmenger und Zach „haben wir entschieden, dass die Fraktion für die nächste Sitzung der Gemeindevertretung den Antrag stellen sollte, eine kleine Streuobstwiese anzulegen. Alte heimische Apfelbäume, standortübliche Mirabellen, Zwetsche und Birnenbaum. Auch unter diesen Bäumen muss zweimal im Jahr gemäht werden und wir würden dem Gebiet in kleiner Weise wieder etwas zurückgeben, was früher hier gestanden hat: eine Streuobstwiese. Im Antrag soll enthalten sein, dass mit dem ortsansässigen Obst- und Gartenbauverein zur fachlichen Beratung und zu einer möglichen Übernahme der Pflege Kontakt aufgenommen werden sollte. Wichtig wäre, dass die Früchte dieser Bäume allen Bürger*innen zur Verfügung stehen und die Bäume entsprechend dazu gekennzeichnet sein sollen (z.B. gelbes Band). Die Kennzeichnung müsste, so das Ergebnis der Diskussion, auf weitere Obstbäume in kommunaler Hand (zum Beispiel hinter der Feuerwehr) ausgeweitet und immer wieder öffentlich bekannt gemacht werden."

Weiterhin andiskutiert wurden die aus Sicht der Grünen dringend notwendige Beschilderungen zu den Spielplätzen, besser allerdings wäre die Auflage einer Art Wanderkarte mit den Wegebezeichnungen, wie Weinbergsgrundweg, Weicher Weg, Wächterspfad etc. und der Kennzeichnung der Spielplätze. „Mit den Wohngebieten 'Im Hainspiel' und 'Im Bachgange' überschreiten wir“, so Eisenmenger, „die Einwohnerzahl 4.000 und viele der Neubürger*innen wissen (noch) nicht viel über unserer Ort. Integration ist auch hier wichtig und eine gute Grundlage könnte diese Art Wanderkarte in, um und über das Gemarkungsgebiet der Gemeinde Niederdorfelden sein."

"Letztlich und zum Schluss haben wir uns", so Eisenmenger und Zach, "noch Gedanken um die Erarbeitung eines Leitbildes gemacht. Braucht Niederdorfelden so etwas? Wie geht das? Geht es, nach den Erfahrungen mit verschiedenen Arbeitskreisen, ohne fachliche Kompetenz von außen? Wie machen das Kommunen mit vergleichbarer Einwohnerzahl? Wir bleiben auf jeden Fall am Ball."

Nächste Gemeindevertretersitzung am 22. Februar 2024 im Bürgerhaus Niederdorfelden und nächstes reguläres GRÜNEN Treffen am 04. März 2024.


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