Rodenbach: Adebar baut endlich wieder eigene Nester

Rodenbach
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Die Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung (GNA) lädt am Mittwoch, den 19. Juni um 18 Uhr zur alljährlichen barrierefreien Storchenexkursion in die Rodenbacher Kinzigaue. Wenn die Störche nach ihrer langen Reise im zeitigen Frühjahr in ihre Brutgebiete an die Kinzig zurückkehren, ist die Nistplatzsuche kaum mehr ein Problem. Denn neben vielen Bruten auf den von Menschen errichteten Nisthilfen finden immer mehr Baumbruten in selbst gebauten Nestern statt.



„Adebar baut endlich wieder eigene Nester.“ berichtet Susanne Hufmann, Biologin und Vorsitzende der GNA. „Dieser Brutort ist eigentlich der ursprüngliche.“ In der Vergangenheit sah man selbst gebaute Nester nur noch selten. Stattdessen wählten die Zugvögel Niststandorte auf Strohdächern, Dachreitern, Hochspannungsmasten u.v.m.

Hotspot der Storchenaufzucht

Auch wenn der letzte Winter an den Nestern auf abgebrochenen Pappeln und anderen Gehölzen seine Spuren hinterlassen hat, rechnet Hufmann wieder mit einem Rekordjahr. 2023 brüteten im Main-Kinzig-Kreis schon mehr als 150 Storchenpaare. In diesem Jahr könne erstmals die 160er Marke „geknackt“ werden, so Hufmann. Die Rodenbacher Kinzigaue ist mit seinem 48 Hektar großen Naturschutzgebiet – neben Nidderau und Gelnhausen - ein Hotspot der Storchenaufzucht.

„Das Röhrig von Rodenbach ist ein ganz besonderes Feuchtgebiet. Seinen Ursprung verdankt es der Kinzig. 1959 wurde es wegen seiner großen Bedeutung für die heimische Vogelwelt als Naturdenkmal unter Schutz gestellt.“ berichtet Hufmann. Seit 1976 ist es offiziell Naturschutzgebiet, in dem mehr als 130 Vogelarten dokumentiert wurden. Kiebitze, Bekassinen und Zwergschnepfen machten hier Rast. Graureiher schreiten heute beutesuchend über die feuchten Wiesen. Auch Teich- und Schilfrohrsänger sind manchmal zu hören. Seit einigen Sommern machen Graugänse Quartier in den Wiesen.

Neue Biotope in Planung – Realisierung noch 2024

Den Naturschützern ist es wichtig, dem großen Wiesenvogel intakte Lebensräume anzubieten, in denen er ausreichend Nahrung für sich und seinen Nachwuchs findet. So sorgt die GNA seit vielen Jahren für den Erhalt der Auen und Feuchtwiesen im Kinzigtal. Der Schutz der Brutgebiete und die Schaffung von Gewässerbiotopen stehen im Vordergrund ihres Artenschutzprojektes Weißstorch. Ganz aktuell beschäftigt sich die gemeinnützige Naturschutzorganisation mit der Wiederherstellung von Feuchtbiotopen, die “in die Jahre gekommen sind“ und dadurch drohen, ganz zu verschwinden und der Schaffung neuer, großer Feuchtbiotope in der mittleren Kinzigaue von Gelnhausen.

Fachkundige Exkursion in der Rodenbacher Aue

Am Mittwoch, den 19. Juni berichten Günter Könitzer und Susanne Hufmann ab 18 Uhr über Lebensweise und das außergewöhnliche Zugverhalten des Weißstorches. Treffpunkt ist der Parkplatz beim Landhof Schmidt (Kinzigstraße 11, 63517 Rodenbach). Bitte Ferngläser mitbringen, wenn vorhanden. Die Führung ist barrierefrei und dauert etwa 1,5 Stunden. Die Teilnahmegebühr von 4 € kommt dem Artenschutzprojekt Weißstorch zugute. Die Teilnahme von Kindern und Jugendlichen ist kostenlos.

Faltblatt zum Weißstorch

Die Geschichte des Weißstorches in Hessen ist eine Erfolgsgeschichte. Ein Faltblatt der GNA informiert über den vielseitigen Jäger und Langstreckenflieger und ist kostenlos erhältlich: Telefon-Nr. 06184 - 99 33 797 oder E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Storchenpaten gesucht

Die GNA sucht Menschen, die als Paten das Artenschutzprojekt Weißstorch nachhaltig und langfristig unterstützen möchten. Patenschaftsbeiträge gelten als Spende und können daher beim Finanzamt als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Eine Patenschaft kann jederzeit und ohne Angabe von Gründen beendet werden. Das GNA Spendenkonto bei der Raiffeisenbank Rodenbach lautet IBAN: DE75 5066 3699 0001 0708 00, Stichwort Weißstorch. Zwecks Ausstellung der Spendenquittung und Zusendung der Patenschaftsurkunde bitte den vollständigen Name und Anschrift angeben. Mehr Informationen: www.gna-aue.de.

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Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de


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