ACE untersuchte Smartphone-Ablenkung in Rodenbach

Pressesprecher Anton Hofmann (links) und Kreisvorsitzende Hermann Stiegler (rechts) vom ACE-Kreis Main-Kinzig und Wetterau zusammen mit dem Regionalbeauftragten für Hessen, Nils Christoph Burkhoff, bei der Zählaktion der diesjährigen Clubinitiative des ACE Auto Club Europa unter dem Motto „Kopf hoch!“ an der Kreuzung in der Hanauer Landstraße 1 in Niederrodenbach.

Rodenbach

Mit dem Handy-Verkehrs-Check in der Hanauer Landstr. 1 in Rodenbach beteiligten sich der Kreisvorsitzende Hermann Stiegler und der Pressesprecher Anton Hofmann vom ACE-Kreis Main-Kinzig und Wetterau an der Clubinitiative des ACE Auto Club Europa.

Morgenpost

Unter dem Motto „Kopf hoch!“ untersuchen die rund 700 ACE-Ehrenamtlichen seit April bundesweit die Ablenkung durch Smartphones am Steuer.Dafür überprüfen sie an über 250 innerörtlichen Kreuzungen in ganz Deutschland, wie häufig Autofahrende hinter dem Steuer zum Handy greifen.

Die Ergebnisse der bundesweiten Checks sollen zeigen, wie verbreitet Smartphone-Ablenkung im Straßenverkehr ist und wo besonderer Handlungsbedarf besteht. Mit der Clubinitiative will der ACE auf die Risiken der Smartphone-Nutzung am Steuer aufmerksam machen und ein stärkeres Bewusstsein für konzentriertes und verantwortungsvolles Verhalten im Straßenverkehr schaffen.

Ablenkung durch Smartphones erhöht Unfallrisiko deutlich

Das Smartphone ist für viele Menschen ihr ständiger Begleiter – auch im Auto. Ein kurzer Blick auf eine Nachricht, ein rascher Wechsel der Musik oder ein schneller Check der Sozialen Medien: Schon wenige Sekunden Ablenkung können im Straßenverkehr schwerwiegende Folgen haben.

Wer bei Tempo 50 innerorts zwei Sekunden lang nicht auf die Straße schaut, legt rund 28 Meter im „Blindflug“ zurück. Selbst bei Tempo 30 sind es in dieser Zeit noch etwa 17 Meter – eine Strecke von mehreren Autolängen ohne Blick für die Gefahren des Straßenverkehrs. Besonders im dichten innerstädtischen Verkehr kann das fatale Folgen haben, vor allem für Fußgänger oder Radfahrende.

Auch die Unfallstatistik zeigt die Bedeutung des Problems: Laut Auswertung der Unfallstatistik 2024 des Statistischen Bundesamts wurde im Jahr 2024 bei 8.722 Unfällen mit Personenschaden Ablenkung als Unfallursache festgestellt. In 1.039 Fällen hat die Nutzung elektronischer Geräte nachweislich zum Unfall geführt. Insgesamt sind sogar 25 Menschen bei solchen Unfällen ums Leben gekommen.

Handy-Verkehrs-Check in Rodenbach

Beim Handy-Verkehrs-Check überprüften die Ehrenamtlichen Hermann Stiegler und Anton Hofmann mit dem Regionalbeauftragten für Hessen, Nils Christoph Burkhoff, das Verhalten von Autofahrenden an einer der Ampel der Hanauer Landstr. 1 in Rodenbach. Während einer 30-minütigen Beobachtung des Verkehrs wurde erfasst, wie häufig sichtbare Handy-Verstöße am Steuer begangen wurden.

Insgesamt zählten die Ehrenamtlichen 205 Fahrzeuge, bei 5 davon wurden entsprechende Verstöße dokumentiert. Das entspricht einem Anteil von rund 2,4 Prozent. Die Verstöße verteilten sich dabei auf fahrende Fahrzeuge und an roten Ampeln stehende Autos. Beobachtet wurden das In-die-Hand-Nehmen des Smartphones, das Tippen auf dem Display, das Ans-Ohr-Halten sowie das Sprechen in das Mikrofon.

Regionalbeauftragter Nils Christoph Burkhoff: „Die Ergebnisse aus Rodenbach zeigen ein vergleichsweise moderates Bild, dennoch bleibt jeder einzelne Verstoß ein ernstzunehmendes Risiko. Wer auch nur für Sekunden den Blick vom Verkehrsgeschehen abwendet, bewegt sich im Blindflug. Genau hier setzen wir mit unserer Initiative ‚Kopf hoch!‘ an: Aufmerksamkeit ist und bleibt die Grundlage für Sicherheit auf unseren Straßen.“

Sven-Peter Rudolph, Vorsitzender des ACE: „Schon ein kurzer Blick aufs Display kann über Leben und Tod entscheiden“

„Ablenkung am Steuer ist längst kein Randphänomen mehr, sondern Alltag auf unseren Straßen. Tausende Unfälle mit Personenschaden gehen jedes Jahr auf Unaufmerksamkeit zurück, viele davon stehen im Zusammenhang mit der Nutzung elektronischer Geräte.

Wer auch nur einen Moment chattet oder scrollt, riskiert, einen Menschen zu übersehen. Und dennoch greifen täglich unzählige Autofahrende ganz selbstverständlich zum Handy, wenn die Aufmerksamkeit eigentlich der Straße gehört.

Weil wir diese Entwicklung nicht länger hinnehmen dürfen, rücken wir mit unserer ACE-Clubinitiative 2026 die Handy-Ablenkung in den Fokus. Denn Sicherheit beginnt mit Aufmerksamkeit: Schon ein kurzer Blick aufs Display kann über Leben und Tod entscheiden“, erklärt Sven-Peter Rudolph, Vorsitzender des ACE.

Bundesweite Checks seit April

Die bundesweiten Handy-Verkehrs-Checks laufen seit April 2026. Die rund 700 ACE-Ehrenamtlichen dokumentieren dabei an mehr als 250 innerörtlichen Kreuzungen, wie häufig Autofahrende während der Fahrt ihr Smartphone sichtbar nutzen. Grundlage ist ein standardisierter Beobachtungsbogen, mit dem sichtbare Handy-Verstöße systematisch erfasst werden. Die Gesamtergebnisse werden im Herbst veröffentlicht.

kreuzungrodenba az

Pressesprecher Anton Hofmann (links) und Kreisvorsitzende Hermann Stiegler (rechts) vom ACE-Kreis Main-Kinzig und Wetterau zusammen mit dem Regionalbeauftragten für Hessen, Nils Christoph Burkhoff, bei der Zählaktion der diesjährigen Clubinitiative des ACE Auto Club Europa unter dem Motto „Kopf hoch!“ an der Kreuzung in der Hanauer Landstraße 1 in Niederrodenbach.


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