Seit 990 Jahren besteht die Gemeinde Rodenbach im nächsten Jahr und das soll mit einem Gemeindefest gefeiert werden.
Die Gemeindevertretung hat am Donnerstagabend die Bildung eines Vorbereitungskomitees beschlossen und einen Kostenrahmen von 20.000 Euro festgesetzt. Kritik gab es von der CDU, die gegen die Jubiläumsfeierlichkeiten im Jahr 2015 stimmte.
„Das ist gut investiertes Geld“, erinnerte Bürgermeister Klaus Schejna an die 975-Jahr-Feier, die noch heute vielen Bürgerinnen und Bürgern positiv in Erinnerung sei. Gefeiert werden soll das ganze Jahr lang mit verschiedenen Veranstaltungen, „das dient zur Stärkung des Ehrenamtes und der Vereine“, so der Rathauschef. Die Gemeinde solle dabei als Koordinator auftreten, die die Rodenbacher Vereine und Organisationen bei der Durchführung verschiedener Veranstaltungen unterstützt.
Integriert werden ins Jubiläumsjahr könnte zum Beispiel das 250-jährige Bestehen des Kirchenneubaus der evangelischen Kirchengemeinde und das 25-jährige Bestehen des Rodenbacher Blasorchesters. Weitere im Jahr 2015 in Rodenbach anstehende Jubiläen wie die erste Apfelblüte auf der Hochzeitswiese (10 Jahre), Eröffnung des Waldstadions (50 Jahre) und die Eröffnung des Kinzigstegs (15 Jahre) sollen ebenfalls berücksichtigt werden. „Das Fest soll einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung der dörflichen Gemeinschaft leisten“, rechtfertigte Schejna die geplanten Kosten von 1,77 Euro pro Einwohner.
„Wir haben erst gedacht, dieser Vorschlag wäre dem Karneval geschuldet“, kritisierte Kai Kohlberger (CDU) die Pläne für dieses aus seiner Sicht „Pseudo-Jubiläum“. Angesichts eines defizitären Haushaltes und der bereits beschlossenen Steuererhöhungen stellte er die Frage: „Können und wollen wir es uns leisten, 20.000 Euro für eine Sause außer der Reihe auszugeben?“ Nachdem die CDU-Fraktion bei Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung den Vorschlägen von Bürgermeister und Gemeindevorstand gefolgt sei, sei jetzt eine Zustimmung ausgeschlossen. Kohlberger: „Sie haben uns nicht an ihrer Seite, um das Geld aus dem Fenster zu werfen.“
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