Pflanzaktionen vor der Haustür für alle

Niederrodenbach
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Über vierzig Prozent Hessens sind mit Wald bedeckt. Damit das trotz Dürre, Stürmen, Maikäferfraß und Borkenkäfergefahr auch weiterhin so bleibt, müssen die entstandenen Freiflächen wiederbewaldet werden.

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Alle Bürgerinnen und Bürger können dabei hessenweit rund um den Tag der Wälder helfen.

Im Forstamt Hanau-Wolfgang soll am Sonntag, den 22.03. eine ehemalige Fichtenfläche im Niederrodenbacher Wald mit Eichen neu angepflanzt werden. „Wir möchten das gerne mit Interessierten zusammen machen.“, so Forstamtsleiter Christian Schaefer. „Jeder kann helfen! Ich freue mich über das große Engagement der Bürgerinnen und Bürger, das wir bereits in den vergangenen Monaten erlebt haben. Alle, die sich an der Pflanzaktion beteiligen, zeigen damit ihre große Verbundenheit und Anteilnahme am Wald“. Derzeit haben sich bereits 50 Menschen über die Internet-Seite des Landesbetriebs HessenForst beim Forstamt angemeldet.

Die vielfältigen Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen des Ökosystems Wald müssen auch unter sich schnell verändernden Umweltbedingungen bewahrt werden. Für die Forstleute stellt das eine echte Herausforderung dar, denn im Wald braucht alles seine Zeit. Bäume wachsen verhältnismäßig langsam und es dauert Jahrzehnte, bis aus einem Samen ein Baum wird, der z. B. Möbelholz liefert.

Bäume als Klimaretter

Während ein Baum wächst speichert er im Holz Kohlendioxid aus der Atmosphäre und hilft dadurch, die Folgen des Klimawandels abzumildern. Doch in den letzten beiden Jahren sind viele Bäume abgestorben, die nun ersetzt werden müssen. „Bereits seit 30 Jahren setzen wir einen naturnahen Waldbau um“, so Michael Gerst, Leiter des Landesbetriebs HessenForst „aber die Ereignisse der letzten zwei Jahre haben uns gezeigt, dass noch lange nicht alle Bestände fit für den Klimawandel sind. Wir müssen das Risiko der Anfälligkeit einzelner Baumarten streuen und noch mehr auf klimarobuste Mischwälder mit vielen Baumarten setzen.“ Deshalb pflanzt HessenForst vorrangig dort, wo standortgerechte und ökologisch verträgliche Mischbaumarten fehlen oder wo nicht genügend junge Bäume wachsen. Beim Saatgut und den daraus angezogenen Pflanzen legt der Landesbetrieb größten Wert auf angepasste Herkünfte aus zertifizierter Pflanzenproduktion mit hoher Qualität.

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