Vernissage im Altenzentrum: Bewohner schreiben Zeitgeschichte

Niederrodenbach

Hermann Kessler war ganz in seinem Element. Der ehemalige Lehrer aus Freigericht trug gekonnt das Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse vor.

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Dieses  Gedicht des bekannten Schriftstellers, Dichters und Malers, das unterschiedliche Lebensabschnitte des Menschen beschreibt,  hatte für Berta Becker, Emma Ebert, Alice Fußwinkel, Christa Gerlach, Georg Grüning, Anna Hochmut und Conny Nickel, allesamt  Bewohner des Altenzentrums Rodenbach, in den letzten Monaten eine besondere Bedeutung: Sie haben sich im Rahmen des Projektes „Säulen der Erinnerung“  aufgemacht, ihre eigenen Lebensläufe näher zu beleuchten und künstlerisch in drei Säulen zu verarbeiten. Nunmehr wurden sie während einer Vernissage von einem Teil der Gruppe selbst auch vorgestellt.

Die Leitung des Projekts hatte Dr. Monika Fingerhut, die bei der Präsentation der Werke während der Vernissage auch durch das Programm führte. Künstlerisch begleitet wurden die Seniorinnen und Senioren bei ihrer Arbeit von Dorothee Becker, Kulturpreisträgerin des Main-Kinzig-Kreises 2014. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Ursula Leblang, Charlotte Loder, Monika Pelz und Astrid Rieß- Wenzel sorgten für die Unterstützung der Teilnehmer dieses Projekts bei der Umsetzung der Werke. Die Vernissage hatte zahlreiche Prominente angelockt, allen voran die Erste Kreisbeigeordnete und Seniorendezernentin Susanne Simmler, den Rodenbacher Bürgermeister Klaus Schejna, Landrat a.D. Karl Eyerkaufer und Geschäftsführer Dieter Bien von der Alten- und Pflegezentren gGmbH, zu der das Altenzentrum Rodenbach gehört.

Susanne Simmler betonte, dass hier verschiedene Komponenten - künstlerische, gestalterische, emotionale und vor allem pflegerische - zusammenkommen, die für die Arbeit in den Alten- und Pflegezentren oberste Priorität genießen. „Es kann nicht positiv genug gewürdigt werden“, betonte Simmler, „was Bewohner  dieser bedeutenden Einrichtung der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises mit 196 Pflege- und Betreuungsplätzen geleistet haben,  indem sie in vielen thematischen Erzähl- und Aktivierungsstunden ihre Kindheit und Jugend, ihre Familie und das Berufsleben sowie das Alter intensiv beleuchtet und die Ergebnisse dieser Arbeitsphasen künstlerisch in drei Säulen verarbeitet haben.“ Die Säulen, die trotz wichtiger baulicher Stützfunktion wegen ihres matten weißen Putzes architektonisch manchmal ein wenig störend gewirkt haben, geben nunmehr durch die Ummantelung mit Bildern, Beschreibungen und Collagen Auskunft über die Stufen des Lebens. Die Erste Kreisbeigeordnete: „Dies geschieht auf eindrucksvolle Art und Weise und stellt gleichsam ein Stück Zeitgeschichte dar.“

Sie dankte Dr. Monika Fingerhut für die jahrelange Unterstützung und Förderung und Dorothee Becker für die künstlerische Begleitung.
„Mit dieser Ausstellung setzt das Altenzentrum Rodenbach eine Tradition fort“, so der neue Einrichtungsleiter Stephan Hemberger, „die im Jahre 2009 mit der Erstellung einer Wandcollage begonnen wurde“. Er gab der Hoffnung Ausdruck,  dass viele Besucher diese Ausstellung besichtigen und sich über die Arbeit der Bewohner des Altenzentrums informieren.  Die Ausstellung kann täglich von 8 bis 18 Uhr besichtigt werden.

Foto: Die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, der Rodenbacher Bürgermeister Klaus Schejna, Dr. Monika Fingerhut, Dorothee Becker und einige Künstler an einer der drei Säulen.


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