Reinigungsleistung der Kläranlage erstklassig

Ronneburg
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Jedes Jahr führt der Abwasserverband »OBERER FALLBACH« vor Weihnachten die Versammlung zur Einbringung des Haushaltes für das kommende Jahr durch.

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Außerdem stehen der Bericht aus der Verbandsarbeit sowie der Haushaltsvollzug auf der Tagesordnung. Die Mitglieder des Verbandsvorstandes und der Verbandsversammlung werden über den Stand der aktuellen Entwicklungen informiert.

Am Dienstag, 03. Dezember 2019, tagten Verbandsvorstand und Verbandsmitglieder zu einer umfangreichen Tagesordnung in der Gaststätte „Zum Deutschen Hof“, deren Hauptpunkte waren u.a. der Haushaltsplan für das Jahr 2020, der Bericht des Gewässerschutzbeauftragen, Berichte zur Verbandsarbeit und Vorbereitungen für die künftige Klärschlamm-Entwässerung bzw. -Entsorgung. Auch die künftige Steigerung der Verbandsumlage war Thema, die aber für 2020 erstmal aufgrund der vielfältigen Veränderungen und der guten wirtschaftlichen Situation des Abwasserverbandes nicht vorgenommen werden soll. Die Mitglieder der Verbandsversammlung zeigten sich mit der Entwicklung des Abwasserverbandes und der geleisteten Arbeit sehr zufrieden.

„Nach Jahren der Investitionen in die Anlage zur Verbesserung der Energieeffizienz stehen im Jahr 2020 klar die Maßnahmen zur künftigen Klärschlamm-Entwässerung und –Entsorgung im Vordergrund. Auch sind im Jahre 2020 der Austausch der Räumerlaufleiste im Nachklärbecken und mehrerer technischen Anlagen vorgesehen. Der überwiegende Anteil der Investitionskosten wird in eine maschinelle Klärschlammentwässerung fliesen. Wofür inklusive aller notwendigen Umbauarbeiten alleine 410.000€ vorgesehen sind. Weitere technischen Anlagenteile müssen auf den Stand der Technik gebracht werden und Investitionen belaufen sind insgesamt auf 469.000€“, erklärt Verbandsvorsteher Andreas Hofmann, der auch Bürgermeister der Gemeinde Ronneburg ist. Dementsprechend stand natürlich der Haushaltsentwurf für das Jahr 2020 im Vordergrund. Geschäftsführer des Abwasserverbandes, Dieter Ertl, stellte ein Zahlenwerk vor, welches ein Defizit von ca. 40.000 € aufweist. Einnahmen von 499.003€ stehen Ausgaben von 537.912€ gegenüber. Kreditaufnahmen sind wegen der guten wirtschaftlichen Situation des Abwasserverbandes keine geplant. Der Schuldenstand wird sich zum 31.12.2020 nur noch auf rund 18.000 € belaufen. Die Verbandsumlage wird auf dem gleichen Niveau wie die letzten Jahre gehalten und liegt bei 85,00€ pro Einwohner, welche die Kommunen Ronneburg und Büdingen gemäß Einwohnerschlüssel an den Verband abführen. „Ziel ist den guten Vermögensbestand des Abwasserverbandes für die Veränderungen der künftigen Klärschlamm-Entwässerung und –Entsorgung zu nutzen und sich möglichen Strafzinsen zu entziehen. Dafür soll auch nochmals die Verbandsumlage konstant gehalten werden. Klar ist, dass die gesetzlichen Vorgaben für die Klärschlammverwertung zukünftig zu deutlich erhöhten Verbandsausgaben beitragen werden und unweigerlich in den Folgejahren mit einer deutlichen Anpassung der Verbandsumlage zu rechnen ist. Gerade aus diesem Grund haben wir uns für eine interkommunale Lösung der Klärschlamm-Verwertung mit dem Main-Kinzig-Kreis eingesetzt“, erläutert der Verbandsvorsteher die Vorgehensweise für das Jahr 2020. Die Verbandsversammlung verabschiedete bei einer Gegenstimme den Haushaltsentwurf für 2020.

Große Bedeutung und großes Interesse bestand wie jedes Jahr am Bericht des Gewässerschutzbeauftragten, Herrn Semmel. Seinem Bericht zufolge ist die Reinigungsleistung der Kläranlage erstklassig. Dies wird auch durch turnusmäßige und unangemeldete Überprüfungen des Regierungspräsidiums Darmstadt bestätigt. „Leider gibt es aber auch immer wieder Einträge in das Abwassersystem, die der Kläranlage und den Beschäftigen zu schaffen machen. Die Verbandsversammlung sieht den Bedarf erneut Öffentlichkeitsarbeit durchzuführen, um zu erklären „was in den Abfluss gehört und was nicht“. Unnötige Verunreinigungen, Lebensmittelreste und ähnliches können die Arbeit der Kläranlage stören, die Betriebskosten erhöhen und enormen Handlungsaufwand erzeugen, der dann auch zu enormen Kosten für uns Alle führt. Demnach fordern wir die Bevölkerung auf sicherzustellen, dass nur ins Abwasser kommt, was dort auch hineingehört“, kündigt Verbandsvorsteher und Bürgermeister Andreas Hofmann entsprechende Beiträge in den kommunalen Mitteilungsblättern des Jahres 2020 an.

Zum Abschluß der Versammlung bedankte sich der Verbandsvorsteher bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die geleistete Arbeit im Jahr 2020 und wünschte allen Anwesenden eine schöne Adventszeit.

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