Pakt für den Nachmittag: Sozialausschuss fordert Zusammenarbeit ein

Ronneburg
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Der Sozialausschuss der Gemeinde Ronneburg tagte am 17.02.2020 mit dem Ziel, die Absage der Grundschule „Ronneburgschule“ bezüglich einer geplanten Zusammenarbeit beim Erreichen einer Ganztagsschule mit der Kommune (Landesprogramm: Pakt für den Nachmittag) zu beraten.

Weiterhin sollte dem Ausschuss von einem geplanten Termin mit dem Zentrum für Kinder, Jugend und Familienhilfe (ZKJF) des Main-Kinzig-Kreises berichtet werden. Ausschuss-Vorsitzender Timo Wild (SPD) konnte neben den Mandatsträgern einen prallgefüllten Sitzungssaal mit vielen Gästen aus der Elternschaft vorfinden und begrüßte alle TeilnehmerInnen.

Hintergrund: Die Gemeindevertretung hatte am 14.03.2019 beschlossen, den Pakt für den Nachmittag der Grundschule zu empfehlen und dabei die eigene kommunale Betreuungseinrichtung „Betreuende Grundschule (BGS)“ mit der Grundschule zu fusionieren, um den Übergang in das neue System zu erleichtern.

Nach diversen Gesprächen und inhaltlichen Vorbereitungen kam hierzu am 16.12.2019 die Absage der Grundschulleitung. Dementsprechend ist der Ärger bei den Mandatsträgern der Kommune, der MitarbeiterInnen und Elternschaft groß. Denn demnach würde die BGS zum 31.08.2021 außer Dienst gehen, womit auch die MitarbeiterInnen ihre Arbeitsstelle verlieren würden. Auch aus diesem Grund heraus hatte Bürgermeister Andreas Hofmann (SPD) auf schnelle Gespräche gedrungen, um eine Überleitungsmöglichkeit mit dem ZKJF prüfen zu können, da sicherlich auch deren Tätigkeit nicht ohne eigenes Personal in Ronneburg stattfinden kann. „Unsere MitarbeiterInnen haben 10 Jahre hervorragende Dienste geleistet, die eine Weiterbeschäftigung verdienen“, fordern Bürgermeister Hofmann, die Mitglieder des Gemeindevorstandes und des Sozialausschusses.

„Weiterhin stehen wir zu dem Konzept -Pakt für den Nachmittag (Ganztag)- und wünschen, dass die klare Win-Win-Situation für alle Beteiligten, den Kindern, den Eltern, den Lehrern und dem Wohnstandort umgesetzt wird. Dabei wollten und wollen wir die Grundschule nicht alleine mit der Umsetzung des Paktes stehen lassen und bieten weiterhin unsere Unterstützung an“, so Hofmann nach erneuter Präsentation der damals im Ausschuss beratenen Gründe für den Pakt für den Nachmittag.

Hauptgründe für den Pakt
-Angebote für alle Kinder
-mehr Pädagogik für die Kinder
-mehr Lehrerstellen und Fördermittel seitens des Landes -Einbeziehung des kommunalen Umfeldes (Vereine, Organisationen, Personen) für Arbeitsgruppen-Angebote -mehr Fördermittel begrenzen die Gebührendiskussion (Hintergrund: Die Betreuungsgebühren und Aufwendungen steigen seit Jahren an) -Die kommunale Betreuungseinrichtung BGS deckt bereits wesentliche Bestandteile des „Paktes“ ab, weshalb eine Fusion seitens der Kommune mit der Grundschule angeboten wurde/wird.

Am Ende der Diskussion überwog nach wie vor die Bereitschaft zum Gespräch. Nach dem die Mandatsträger ihren Ärger „Luft gemacht“ hatten, wurde eine Liste mit Forderungen empfohlen und einstimmig abgestimmt:

Der Sozialausschuss der Gemeindevertretung empfiehlt:
-...Beteiligung der Kommune/MitarbeiterInnen/Elternschaft an der Konzept-Entwicklung des Paktes zu gewährleisten.
-...Übernahme/Überleitung der MitarbeiterInnen in die neue Trägerschaft -...Umsetzung des Paktes für alle Interessierten mit dem Ziel, möglichst vielen Kindern die Vorzüge der neuen pädagogischen Möglichkeiten (Lehrer/MitarbeiterInnen/Arbeitsgruppen) zu ermöglichen -...einen deutlich höheren Anteil von Fördermitteln einzuwerben (Deckelung der Gebühren-Problematik)

Bürgermeister Andreas Hofmann machte am Ende des Tagesordnungspunktes deutlich, dass die Tür für Gespräche offen ist. „Wir möchten weiterhin konstruktive Gespräche anbieten und wollen die Situation im Sinne unseres Wohnstandortes und unserer Kinder gestalten“, bietet der Bürgermeister das Gespräch an.

Als letzten Tagesordnungspunkt wurde Roland Reidel (CDU) zum stellvertretenden Ausschuss-Vorsitzenden gewählt, nachdem Sandra Schmidt (CDU) das Mandat niedergelegt hatte.

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