Rund um die Ronneburg: Milane anstatt Windräder

Ronneburg
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"Schon Mitte März sind sie aus dem Süden nach Ronneburg in großer Zahl zurückgekehrt: Die Rotmilane und Schwarzmilane. Kein Wunder, finden Sie doch in den Wäldern des Ronneburger Hügellandes umgeben von Agrarland mit Wiesen, Bächen und Schilfbereichen einen Lebensraum, der ihren Bedürfnissen bestmöglich entspricht. Dieses Gebiet beobachten die Falkner der Ronneburg Walter Reinhart und Dagmar Dohnalek seit Jahrzehnten", dokumentieren sie für die Initiative „Rettet das Ronneburger Hügelland e. V.“ seit 2017 gemeinsam mit der Zoologin Dr. Yvonne Walther und dem Ornithologen Henrik Trost dessen Entwicklung. Die Ergebnisse werden an das zuständige Dezernat beim Regierungspräsidium Darmstadt gesendet.

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Auch in diesem Jahr waren sie wieder unterwegs: "Das erfreuliche Ergebnis: Schon zum frühen Zeitpunkt der ersten Begehung konnten 8 Rotmilane und 4 Schwarzmilane in der Nähe von Horsten gesichtet werden. Bei den weiteren Beobachtungen hat sich diese Zahl auf 20 brütende Milanpaare, davon überwiegend Rotmilane, erhöht. Dieses Ergebnis unterstreicht, Ronneburg und sein unmittelbar umgebendes Hügelland ist als Hotspot der Milanpopulation weiterhin von herausragender Bedeutung. Und auch Uhu und der seltene Wanderfalke brüten wieder in den Wäldern des Hügellandes. Windkraftanlagen rund um die Ronneburg verbieten sich daher schon allein zum Schutz dieser Tiere. Denn eines steht fest: Windkraftanlagen töten Rotmilane und Schwarzmilane und sind stets eine Gefahr für alle Stand- und Zugvögel. Dort wo die Anlagen stehen, sinkt die Population signifikant. Derzeit werden alle Koordinaten der Horste tabellarisch aufbereitet und in eine Karte eingetragen. Das aktualisierte Ergebnis für 2024 wird nach Abschluss der Arbeiten an die Obere Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium Darmstadt übermittelt", so die Initiative.

Den Bestand des gefährdeten Rotmilans zu pflegen, sei auch aus einem anderen Grund besonders wichtig: "Deren Brutplätze - die Wälder rings um Ronneburg - befinden sich in einem teilweise beklagenswerten Zustand. Wie allgemein bekannt, haben ihnen die trockenen Sommer und der Schädlingsbefall schwer zugesetzt. Hinzu kam der extrem nasse Winter 23/24. All dies belastet die Bäume, weshalb es gilt, die noch intakten Waldstandorte ganz besonders zu schützen und geschädigte Flächen wieder aufzuforsten. Es wäre an Absurdität nicht zu überbieten, würden in diesen Waldgebieten große Flächen für den 'Umwelt-/Klimaschutz' gerodet und zerschnitten. Rotmilan, Schwarzmilan, Baumfalke, Wespenbussard und viele andere Arten leben im Ronneburger Hügelland. Sie würden ihre Brutplätze verlieren und eine geschützte Aufzucht der Jungtiere unter dem Kronendach wäre nicht mehr möglich. Daher gilt weiterhin: Windkraft hat allein aus Gründen des Naturschutzes im Ronneburger Hügelland nichts zu suchen. In einer Stellungnahme von Greenpeace zum Thema: 'Wie Windenergie und Waldschutz zusammenpassen' heißt es hierzu: 'Um Windenergie und Waldschutz miteinander abzustimmen, braucht es bei der Standortwahl für Windenergieanlagen auf der deutschen Landfläche daher neben ökonomischen (z.B. der sogenannten Windhöffigkeit, also der Frage, wie viel Wind an einem Standort weht) und sozialen (z.B. Gewinnbeteiligung für die umliegenden Gemeinden), insbesondere auch strenge ökologische Kriterien. Denn Windenergieanlagen (WEA) in Wäldern bedeuten immer auch einen Eingriff in schon stark geschwächte Ökosysteme und sollten daher möglichst naturverträglich geplant und gebaut werden. Sensible und schützenswerte Naturräume sollten beim Ausbau von WEAs ganz ausgeschlossen werden.'"

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