Drohendes KUKI-Aus: Magistrat wehrt sich gegen Vorwürfe

Schlüchtern
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"Der Magistrat der Stadt Schlüchtern ist sich der Verantwortung und der Einzigartigkeit der ansässigen Kultur- und Vereinslandschaft in vollem Maße bewusst", heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus. In den vergangenen Monaten und Jahren sei intensiv und hart daran gearbeitet worden, um eine bessere finanzielle und ideelle Unterstützung für alle Kulturtreibenden gewährleisten zu können. Bezugnehmend auf den Artikel „Zu viele Bedenkenträger: KUKI-Kino droht das Aus" merkt der Magistrat an, dass bereits im Dezember 2018 konkrete Gespräche mit den Verantwortlichen des Vereins „KUKI“ geführt worden seien.

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Hierbei sei den Anwesenden die Nutzung der Räumlichkeiten des multifunktionalen Veranstaltungsraums im neuen Kultur- und Begegnungszentrum als mögliche Spielstätte für Film und Kultur ganz klar in Aussicht gestellt worden. Neben den angesiedelten vielschichtigen Kulturtreibenden könnte „KUKI“ einen erheblichen Beitrag zu den dort stattfindenden Kulturveranstaltungen leisten.

„Das Angebot besteht nach wie vor und wir sind gerne für Gespräche bereit, daher war ich doch über den Artikel sehr verwundert. Es ist schade, dass man so vehement behauptet, es scheitere am Willen der Stadt. Dies ist nicht richtig“, so Möller. In einem Ortstermin in der Stadthalle Schlüchtern gemeinsam mit den Verantwortlichen des „KUKI“ sei bereits im Dezember 2019 mit einem vom Verein bestellten Kinoausstatter die Räumlichkeiten begutachtet worden. Dort sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass die Stadthalle als Kinosaal im derzeitigen Zustand ungeeignet sei. Die Forderungen der Verantwortlichen hätten weder im finanziellen noch im organisatorischen Umfang erfüllt werden können, auch und gerade unter Rücksichtnahme auf die Vereine und anderen Nutzer, die die Räumlichkeiten ebenfalls nutzen. „In Gesprächen wurden diverse Lösungen angeboten, wie zum Beispiel auch die Räumlichkeiten im Dorfgemeinschaftshaus Elm. Eine Einigung konnte nicht erzielt werden, weil oft die Ansprüche schlicht und ergreifend zu hoch waren“. berichtet der Bürgermeister. Grundsätzlich stehe jedem Verein die Stadthalle offen zur Verfügung.

Viele weitere Möglichkeiten seien betrachtet, Konzepte diskutiert und Räumlichkeiten gesucht worden. Immer wieder habe dabei im Vordergrund gestanden, dass individuelle und besondere Potential des „KUKI“ zu stärken. Es sei unbestritten, dass das kulturelle Engagement von „KUKI“ wichtig für die Kulturarbeit im Bergwinkel sei. Die Stadtverwaltung werde im Rahmen des diesjährigen Kultursommers, für den ein detailliertes Programm in Kürze vorgestellt werde, verschiedene hochkarätige Veranstaltungen durchführen. Dazu gehöre Public-Viewing der Spiele zur Fußball-Europameisterschaft 2020. Im Rahmen der Beratung des städtischen Haushalts sei die Anschaffung einer Videowall beschlossen worden. Daraufhin habe die Verwaltung sofort reagiert und sich beim Verband deutscher Filmverleiher nach den Voraussetzungen für die Vorführung von EM Spielen sowie Kinofilmen erkundigt. Erfreulicherweise habe man in Erfahrung bringen können, dass die Einstiegsvoraussetzungen hierfür gering seien.

So habe bereits ein Tag nach der Stadtverordnetenversammlung eine Kino-Lizenz für die Stadt Schlüchtern ausgestellt werden können. Im Rahmen dieser Lizenz habe die Verwaltung bereits vier Kinofilme geordert und werde diese im Rahmen des Kultursommers dem Schlüchterner Publikum präsentieren. Die beschlossene Videowall gebe zudem die Möglichkeit, Kino künftig in verschiedenen Liegenschaften, an verschiedenen Orten, ob Open-Air oder In-House, durchzuführen. Hierbei denke der Magistrat insbesondere an die Dorfgemeinschaftshäuser – so könnten gleichzeitig kulturelle Highlights in den Stadtteilen angeboten werden.

"Die Stadtverwaltung ist nun damit in der Lage Räumlichkeiten, Filme und die dazugehörige Technik bereitzustellen. Die Mitglieder des Magistrats würden sich freuen, wenn sich die Verantwortlichen des Vereins 'KUKI' dazu entschließen, das diesjährige Kultur- und Kinoprogramm mitzugestalten", heißt es in der Pressemitteilung abschließend.

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