Schlüchtern: Verwaiste Ausflugsgaststätte Acisbrunnen findet keine Käufer

Könnte ein Pop-up-Restaurant eine Lösung für die Schlüchterner Waldgaststätte Acisbrunnen sein. Foto: Ulrich Schwind

Schlüchtern
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Seit knapp einem halben Jahr steht die beliebte Ausflugsgaststätte Acisbrunnen im Wald oberhalb von Schlüchtern zum Verkauf. Bislang allerdings erfolglos, wie Jo Härter, mit dem Verkauf beauftragter örtlicher Immobilienvermittler, auf Nachfrage erklärte. Nach seinen Angaben gab es durchaus in den vergangenen Monaten Interessenten für die Immobilie – mit teilweise skurrilen Ideen.

Von der Pizzeria bis zur Sterneküche sei alles dabei gewesen. Auch der Umbau in eine Wohnunterkunft war angedacht. Letztlich seien die Vorschläge aber an „nicht überzeugenden Konzepten“ oder mangelndem Eigenkapital gescheitert. „Die Gastronomie befindet sich derzeit allerorten in einer komplizierten Phase. Da ist es schwierig, einen Investor zu finden“, betont Härter.

Als „Geheimtipp“ wird die Waldgaststätte im Naherholungsgebiet auf mehreren Immobilienportalen im Internet angeboten. Jo Härter offeriert die 6377 Quadratmeter große Fläche mit einem Gastrobereich von 265 Quadratmetern zum Preis von 850000 Euro, inklusive Minigolf-Anlage.

Rückblick: Vor gut einem Jahr am 2. Juni vergangenen Jahres hatte die Lokalität unter neuer Regie und mit bekannten Wirtsleuten hinter der Theke neu eröffnet. Mit vielen Ideen waren sie am Start und verwöhnten die Gäste in ihrem gastronomischen Betrieb einen Sommer lang. Zuletzt hatten die Akteure eine Winterpause eingelegt. Die Betriebsferien sollten – wegen der Pandemie verlängert werden – bis Ende März andauern. Seitdem hat das Lokal aber nicht wieder geöffnet. Für Ralf Hoffmann, einer der Besitzer des Areals und vorheriger Betreiber, gibt es nach eigener Aussage keine Rückkehr hinter die Theke. Auch eine Vermietung oder Verpachtung an Dritte könne nur eine Übergangslösung sein. Ziel sei es, das gesamte Areal zu verkaufen und zwar in gute Hände. „Wünschenswert wäre es, wenn der Acisbrunnen als wichtiger Gastronomiebetrieb in Schlüchtern erhalten bleibt“, erklärt Hoffmann.

Nun gibt es eine neue Idee für den Acisbrunnen: ein so genanntes Pop-up-Restaurant. Unter dem Begriff versteht man ein temporäres Restaurant, um beispielsweise ein kulinarisches Konzept zu testen oder als Ausweichquartier, wenn ein Restaurant vorübergehend geschlossen ist. Dann müsste ein möglicher Investor zunächst nicht gleich das Areal kaufen, sondern könnte während der Testphase bei Zahlung einer niedrigen Pacht ausprobieren. Auch eine kurzfristige Vermietung für einzelne Veranstaltungen von Familien oder Vereinen ist angedacht.

Nach der Beobachtung von Jo Härter ist vor Ort durchaus eine Nachfrage da. Viele Menschen zieht es weiterhin – gerade an Wochenenden – zum Acis-Gelände. Und dann bestünde Bedarf an Essen und Trinken – und an der Nutzung von Toiletten. Laut Hoffmann stehe ein Verkauf weiterhin im Vordergrund. Einem potentiellen Interessenten aber zu günstigen Pacht-Konditionen für eine Probephase das Lokal bereit zu stellen, sei durchaus eine Idee. Sollte allerdings auch diese Initiative nicht fruchten, so will er für die Zukunft nichts ausschließen: Dann kämen auch andere Varianten außerhalb einer gastronomischen Nutzung in Betracht, erklärt er. Am liebsten sei ihm jedoch – wie sicherlich vielen Schlüchternern: „Der Acis bleibt der Acis.“ / hd

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Könnte ein Pop-up-Restaurant eine Lösung für die Schlüchterner Waldgaststätte Acisbrunnen sein. Foto: Ulrich Schwind


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