Nächstes Großprojekt: Stadt verkauft Vogt-Verwaltungsgebäude

Freude über den Verkauf des ehemaligen Vogt-Verwaltungsgebäudes (von links): Erster Stadtrat Reinhold Baier (CDU), KGF-Geschäftsführer Alexander Klemm und Bürgermeister Matthias Möller (parteilos). Foto: Stadt Schlüchtern

Schlüchtern
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Das Vogt-Gebäude im Höbäckerweg kann nach langwierigen Verhandlungen endlich entwickelt werden.



Dies markiert einen bedeutenden Meilenstein in der Entwicklung der Stadt Schlüchtern. Bürgermeister Matthias Möller (parteilos) ist erleichtert, dass dieser Schandfleck nun endlich beseitigt wird. Bereits seit 2019 setzte er sich intensiv für die Veräußerung dieses herrenlosen Grundstücks ein, welches durch Insolvenz in den Besitz des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen (LBIH) übergegangen war. Die hessische Landesregierung und LBIH waren anschließend wichtige Ansprechpartner bei den schwierigen Verhandlungen, die aufgrund von Bodenverunreinigungen sehr herausfordernd waren.

Schließlich trat die Firma „KGF Service GmbH - Beratung, Schulung & mehr“ vor etwa drei Jahren als potenzieller Käufer auf den Plan. Das Unternehmen bietet bundesweit eine Vielzahl von Schulungs- und Beratungsangeboten für Handwerk und Industrie an und hat sich auf verschiedenen Gebieten wie Arbeitsschutz, Brandschutz, Gefahrgut, Qualitätsmanagement sowie in den Bereichen Kraftverkehr und Lagerlogistik spezialisiert. Die langjährige gute Beziehung zwischen Bürgermeister Möller und dem Geschäftsführer Alexander Klemm spielte eine entscheidende Rolle bei den Verhandlungen. Nach intensiven Gesprächen konnte schließlich eine Einigung erzielt werden, und das Gebäude wurde jetzt im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages verkauft.

Die Firma „KGF Service GmbH“ plant, das ehemalige Vogt-Gebäude zu einem modernen Büro- und Schulungszentrum umzubauen, was nicht nur für die Stadt Schlüchtern, sondern auch die gesamte Region eine Bereicherung darstellt. Im kommenden Winterhalbjahr werden im Auftrag der Stadt umfangreiche Abrissarbeiten auf dem Vogt-Areal durchgeführt. Dabei bleiben nur eine große Halle und das Vogt-Verwaltungsgebäude, dessen hinterer Anbau ebenfalls abgerissen wird, stehen. Das Hauptgebäude aus dem Jahr 1994 wird anschließend renoviert und energetisch saniert. Das Ziel ist die Schaffung eines topmodernen Beratungs-, Ausbildungs- und Schulungszentrums mit einer Fläche von gut 730 Quadratmetern auf drei Etagen, das den aktuellsten ökologischen Standards entspricht. Dies wird durch Investitionen unter anderem in eine Photovoltaikanlage sowie eine Wärmepumpe realisiert, wofür insgesamt rund 750.000 Euro eingeplant sind. Mit neun Mitarbeitern und 60 externen Referenten beschäftigt das Unternehmen Mitarbeitende aus dem gesamten Bundesgebiet.

Die Fortschritte auf dem Vogt-Areal wurden von Möller positiv hervorgehoben, da dieser Bereich nun endlich weiterentwickelt wird und somit ein Schandfleck weniger in der Stadt ist. Die erforderliche Energie und Einsatzbereitschaft für diesen Schritt seien enorm gewesen.  Außenstehende könnten dies wohl kaum nachvollziehen. Darüber hinaus hat der Deal einen positiven wirtschaftlichen Effekt für die Kommune, da zusätzliche Einnahmen bei der Gewerbesteuer erwartet werden. Bereits in diesem Jahr sollen die gesamten Einnahmen aus Gewerbesteuer voraussichtlich bis zu 14 Millionen Euro betragen - eine Steigerung um mehr als das Doppelte seit 2015.

Auf dem restlichen Vogt-Gelände ist geplant, Sozialwohnungen zu bauen. Ein weiterer Abschnitt wird für die Schaffung von barrierefreiem Wohnraum für Senioren und einkommensschwächeren Bürgern reserviert sein. Darüber hinaus ist geplant, ausreichend Parkplätze und Stellplätze für Wohnmobile einzurichten. Ein besonderes Highlight wird die Schaffung eines möglichen Freizeitbereichs mit einem „Kinzigstrand“ sein. Die Bauarbeiten sollen mit Hilfe des Programms „Sozialer Zusammenhalt“, das im Jahr 2027 startet, gefördert werden. Möller erklärte, dass die Bodensanierung mittlerweile abgeschlossen sei.

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Freude über den Verkauf des ehemaligen Vogt-Verwaltungsgebäudes (von links): Erster Stadtrat Reinhold Baier (CDU), KGF-Geschäftsführer Alexander Klemm und Bürgermeister Matthias Möller (parteilos). Foto: Stadt Schlüchtern


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