„Steinfeldsches Haus“: Grundsteinlegung vor 100 Jahren

Schlüchtern

Wer kann mit dem Namen „Steinfeldsches Haus“ in Schlüchtern etwas anfangen? Gegebenenfalls meint der ein oder andere damit die ehemalige Druckerei in der Bahnhofstraße.

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Aber weit gefehlt im Jahre 1925 – also vor 100 Jahren - wurde in der Lotichiusstraße von Herrn Fritz Steinfeld – besagtem Inhaber der Druckerei -  ein wunderschönes, jetzt noch erhaltenes Haus errichtet, welches  2015 – sehr zur Erhaltung derartiger Bauwerke  in Schlüchtern -  unter Denkmalschutz gestellt wurde. Genauer gesagt, es ist als Kulturdenkmal ausgewiesen. Die Pläne stammen aus dem Jahre 1924 verfasst von Christian Hermann Philippi, der in Schlüchtern verschiedene vergleichbare Wohngebäude geplant und umgesetzt hat. Das Haus selbst ist in einem  sehr gut erhaltenen  nahezu ursprünglichen Zustand und repräsentiert die damalige bürgerliche Wohnbebauung in Schlüchtern; es stellt  eine landhausartige Villa dar. Auch der Heimatforscher  Albin Anhalt, der durch verschiedene Aufsätze auf Schlüchterner Villen und  Gebäude  aufmerksam gemacht hat, hat sich mit vergleichbaren  Gebäuden befasst.

Bedauerlicherweise fanden auch in Schlüchtern unüberlegte Eingriffe in solch wunderschöne Gebäude statt. Man erinnere sich an die Thalersche Villa im Bereich des jetzigen KuBe und an die mehr oder weniger zugebaute Villa im Bereich der Schlüchterner Molkerei. Aber  andere Gebäude sind - meist durch Privatinitiative - erhalten geblieben und verschönern so das Stadtbild der Stadt Schlüchtern; zumindest in einigen Bereichen. Nur so kann Altes und Neues miteinander gedeihen. Eine Schlüchterner gemeinnützige Stiftung wird sich  künftig derartiger schützenwerter Ensemble widmen, um sie für den Bergwinkel zu erhalten.

Im Haus in der Lotichiusstraße 16 wohnte lange Zeit, nämlich von 1989 bis 2015 der ehemalige Dekan der evangelischen Kirche, Ernst Giese, mit seiner Familie und genoss ganz offensichtlich das Wohnen in diesem wunderschönen Altbau.

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