Ausstellung „35 Jahre Deutsche Einheit“: Von der Teilung bis zur Wiedervereinigung

Schlüchtern

Die Europa-Akademie Schlüchtern e.V. erinnert in einer Ausstellung mit Autographen und Artefakten des Sinntaler Hobby-Historikers Erhard Belz an den 35. Jahrestag der Deutschen Einheit.

Höfler Fenster

Eröffnet wird die Ausstellung am 28. September um 14 Uhr im Bergwinkelmuseum in Schlüchtern, Schloßstraße 15. Die Ausstellung erzählt Deutschlands Weg von der Teilung bis zur Wiedervereinigung. Ergänzt mit bisher unveröffentlichten Privatfotos aus der „Wendezeit“, auch mit Bezug zur Region, die damals in Zeiten des Kalten Krieges ein Zonenrandgebiet war. Die Ausstellung ist Auftakt einer Projektreihe der Europa-Akademie Schlüchtern mit Thema „35 Jahre vereint“ und richtet sich als Bildungsangebot an Schulen, Vereine und der interessierten Öffentlichkeit in Stadt und Kreis.

Die Präsentation ist chronologisch aufgebaut und beginnt mit dem Höhepunkt der Teilung, dem Bau der Berliner Mauer in der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961. Schlusspunkt der Ausstellung ist der Festakt am Brandenburger Tor in Berlin in der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober 1990, dem Tag der Deutschen Einheit.

Erhard Belz zeigt Fotos und Materialien mit Originalunterschriften u.a. von Konrad Adenauer, Walter Ulbricht, Willy Brandt, Michail Gorbatschow und Helmut Kohl. Viele Unterschriften wurden auf Fotos signiert, die mittlerweile in den Geschichtsbüchern zu finden sind. So wird das berühmte Foto mit Unterschriften von Kanzler Kohl, Außenminister Genscher und Generalsekretär Gorbatschow vom 16.7.1990 im Kaukasus gezeigt. Hier gab „Gorbi“ grünes Licht für die Mitgliedschaft eines vereinten Deutschlands in der Nato.

Ein besonderes Dokument dürfte auch ein Foto der Unterzeichnung des „Zwei-plus-Vier-Vertrages“ vom September 1990 sein - mit Unterschriften aller vier Außenminister der alliierten Besatzungsmächte, den beiden deutschen Staaten sowie Generalsekretär Gorbatschow. Auf dieses Stück ist Belz besonders stolz, zumal es von einem Sammlerkollegen stammt, der das Foto damals vom letzten DDR-Ministerpräsidenten Lothar de Maiziére erhielt. Das Foto war dann zwecks Unterzeichnung über eineinhalb Jahre in Europa unterwegs, bis es wieder den Weg nach Deutschland fand. Zeitzeugen wie Außenminister Genscher und Minister Möllemann haben sich dafür eingesetzt, damit die Unterschriften komplettiert werden konnten.

Öffnungszeiten der Ausstellung: Jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat 16:00 Uhr bis 20:00 Uhr und jeden 1. und 3. Sonntag im Monat 11:00 Uhr bis 15:00 Uhr.

Sonderführungen: In Absprache mit Erhard Belz unter Mob. 015510 118 257 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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