Zu einem Zimmerbrand kam es am Samstagabend in der Schlüchterner Innenstadt. Dabei wurde nach Angaben der Polizei der 46-jährige Mieter schwer verletzt. Der Mann wurde aus dem Gebäude gerettet und zur weiteren Untersuchung in eine Klinik gebracht. Er hat eine schwere Rauchgasvergiftung erlitten. Der Sachschaden beträgt nach einer ersten Schätzung rund 20.000 Euro.
Als erstes war eine Streife der Polizeistation Schlüchtern vor Ort, die im Flur vor der Zimmertür zwar den ausgelösten Rauchmelder hörte, aber zunächst nicht in die verschlossene Wohnung hineinkam. Die Beamten mussten daher die Tür aufbrechen.
Die Freiwillige Feuerwehr Schlüchtern-Innenstadt war gegen 21.53 Uhr alarmiert worden. Da in der ersten Meldung von einem Dachstuhlbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Wassergasse die Rede war, wurde auch die Sirene ausgelöst, um ausreichend Einsatzkräfte zur Verfügung zu haben.
Vor Ort bestätigte sich der Dachstuhlbrand nicht, sondern es wurde der Zimmerbrand im dritten Obergeschoss festgestellt. Unter Atemschutz drangen Einsatzkräfte in die verrauchte Wohnung vor. Im Zimmer waren offene Flammen zu sehen, die mit Wasser abgelöscht wurden. Nach außen drang durch verschiedene Ritzen Rauch.
Die Feuerwehrleute trafen in der Wohnung auch auf den verletzten Mieter, den sie mit einem Tragetuch ins Treppenhaus und vor das Gebäude brachten. Er war wohl anfangs bewusstlos. Der 46-Jährige wurde umgehend vom Rettungsdienst übernommen und von einem Notarzt erstversorgt, bevor er mit dem Rettungswagen in eine Klinik gebracht wurde. Das Feuer hatten die Aktiven relativ schnell unter Kontrolle. Allerdings mussten die Wohnung und das Treppenhaus anschließend entraucht werden.
Die Brandursache war nach Angaben der Polizei zunächst weitgehend unklar. Es könne aber Fahrlässigkeit nicht ausgeschlossen werden, hieß es. Möglicherweise spielte auch Alkoholeinfluss bei dem 46-Jährigen eine Rolle. Im Laufe der Brandbekämpfung warfen Feuerwehrleute vom Balkon des obersten Stockwerkes eine verbrannte Matratze nach unten auf den Bürgersteig. / hd








Fotos: Ulrich Schwind
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