Zeitzeugengespräch „Grenzer Ost trifft Grenzer West“

Schlüchtern

Die Europa-Akademie Schlüchtern e.V. lädt im Rahmen ihrer Projektreihe „35 Jahre vereint“ zu einem Zeitzeugengespräch in die Kultur- und Begegnungsstätte (KUBE) in Schlüchtern ein.

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Stadt Schlüchtern

Am 13.11.2025 berichten ein Grenzpionier der ehemaligen DDR und ein westdeutscher Bundesgrenzschutzbeamter von ihren Tätigkeiten an der früheren innerdeutschen Grenze. Neben ihrem Werdegang erzählen die „Grenzer“ aus Ost und West auch, wie es ihnen nach der Wiedervereinigung erging. Beginn der Veranstaltung: 19 Uhr. Rolf Orthey war Angehöriger der DDR-Grenztruppen und Mitglied in einer Pionierkompanie. Seine Aufgabe war es, unter den wachenden Augen von Sicherungsposten, die Grenze pioniertechnisch auszubauen. Dazu gehörte auch mit Kollegen die heikle Funktion, alte Minenfelder aus den sechziger Jahren zu räumen.

Angehörige der Pioniereinheiten waren verantwortlich für die Instandhaltung der technischen Ausrüstung. Der ehemalige BGS-Beamte Stefan Czeloth versah seinen Streifendienst seit Anfang der 80er Jahre an der innerdeutschen Grenze, auch in der Funktion eines Streifenführers. Ab November 1989 war Czeloth auch in Verfahren und Vorgehensweisen rund um die Öffnung der Grenze eingebunden. Der Bundesgrenzschutz (Nachfolger seit 2005 Bundespolizei) war zu Zeiten der Teilung Deutschlands mit der polizeilichen Überwachung der Grenzabschnitte zur DDR betraut. Oft haben BGS-Beamte „Grenztouristen“ aus dem Westen auf den Verlauf der Grenzlinie hingewiesen und irrtümliche bzw. unbeabsichtigte Grenzübertritte verhindert.

Moderiert wird die Gesprächsrunde von Thomas Otto Schneider, Vorsitzender der Europa Akademie Schlüchtern e.V. Die Bevölkerung ist eingeladen.


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