Die Beschäftigten der Eckart GmbH haben am Dienstag Geschichte geschrieben: Zum ersten Mal in der Firmengeschichte legten sie geschlossen die Arbeit nieder. Mit dem Warnstreik setzten sie ein starkes Zeichen für ihre Forderung nach einem Tarifvertrag, der Sicherheit und faire Entgelte garantiert.
Das bisherige Angebot des Arbeitgebers vom 3. November reicht den Beschäftigten nicht aus. 87 Prozent der Belegschaft haben sich klar für Nachbesserungen ausgesprochen. Die IG Metall hat ein Gegenangebot vorgelegt, das einen verbindlichen Verhandlungsprozess bis zum 30. April 2026, eine Einmalzahlung sowie Entgelterhöhungen analog zur Fläche der Metall- und Elektroindustrie vorsieht. Bis zum 21. November erwarten die Beschäftigten ein verhandlungsfähiges Angebot der Geschäftsführung und des GESCO-Managements.
„Heute haben wir gezeigt, dass wir zusammenstehen. Wenn wir geschlossen bleiben, können wir den Tarifvertrag durchsetzen“, sagt Detlef Alt, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender bei Eckart. Die IG Metall betont ihre Kompromissbereitschaft, macht aber deutlich: Sollte der Arbeitgeber weiter auf Zeit spielen, sind die Beschäftigten bereit, den Druck zu erhöhen.