Kommunalwahl in Schlüchtern: Premiere für Franziska Hönig

Über 3.000 Menschen haben in Schlüchtern Briefwahl beantragt. Viele Unterlagen davon sind bereits wieder im Rathaus bei Rebecca Seibert (rechts), Christina Arndt (links) und Wahlleiterin Franziska Hönig abgeliefert worden. Foto: Ulrich Schwind

Schlüchtern

„Die Schlüchterner Stadtverwaltung ist für die bevorstehende Kommunalwahl am kommenden Sonntag bestens gerüstet.“ Bürgermeister Matthias Möller (parteilos) ist sehr zufrieden mit den Vorarbeiten seines Teams für das große Ereignis.

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Stadt Schlüchtern

Schon seit einigen Wochen ist das Einwohnermeldeamt mit seiner Leiterin Franziska Hönig intensiv mit den Vorbereitungen beschäftigt. Dazu zählen nicht nur die Zusammenstellung der Wählerliste, sondern auch das Verschicken der Wahlbenachrichtigungen. Genau 12.312 Menschen sind dieses Mal in Schlüchtern berechtigt, an dem Urnengang teilzunehmen. Jeder darf dabei drei Gremien wählen: Stadtparlament, Ortsbeirat und Kreistag.

Das hessische Wahlrecht ermöglicht das Kumulieren und Panaschieren von Stimmen. Konkret heißt das: Die Wähler haben so viele Stimmen, wie Sitze zu vergeben sind. Für die Wahl des Schlüchterner Stadtparlaments mit 33 Sitzen stehen ihnen somit 33 Stimmen zur Verfügung. Die Wähler dürfen ihre Stimmen auf mehrere Personen aufteilen. Dabei können sie auch Kandidaten verschiedener Parteien wählen. Das nennt man Panaschieren. Zusätzlich können die Wähler einzelnen Kandidaten gleich mehrere Stimmen geben. Diese sind allerdings auf maximal drei Stimmen pro Kandidat begrenzt. Dieses Anhäufen nennt man Kumulieren.

Wegen dieser Besonderheiten hat der Wahlzettel natürlich eine gewisse Größe. Während diese für das Stadtparlament noch relativ überschaubar ist, hat die Unterlage für den Kreistag mit rund 100 mal 60 Zentimetern schon einen gewissen Umfang. Nun könnte man meinen, dass die Wählerinnen und Wähler sich diesem Monstrum lieber zuhause in den eigenen vier Wänden widmen wollen. Doch offenbar schreckt dies die Menschen weniger ab als gedacht. Bis zum Mittwoch hatten 3104 Personen Briefwahl beantragt. Das entspricht etwa jedem vierten Wähler, genau 25,21 Prozent. Zum Vergleich: Bei der letzten Kommunalwahl vor fünf Jahren waren es 31,02, wobei seinerzeit auch Corona die Situation beeinträchtigte.

In insgesamt 16 Urnen-Wahllokalen können am Sonntag in der Zeit von 8 bis 18 Uhr direkt vor Ort die Stimmen abgegeben werden. Parallel gibt es vier Briefwahlbezirke. Bei den Abstimmungsorten haben sich wegen kleinerer Umstrukturierungen Veränderungen ergeben. Beispielsweise müssen manche Bürger wieder im Feuerwehrgerätehaus Schlüchtern-Innenstadt wählen. Im Stadtteil Herolz sind nicht mehr zwei Wahllokale, sondern ist nur noch eines im Kindergarten.

Franziska Hönig ist übrigens zum ersten Mal in der Bergwinkelstadt zur besonderen Gemeindewahlleiterin ernannt worden, Kathrin Bös zu ihrer Stellvertreterin. Ihnen zur Seite stehen zwei weitere Mitarbeiterinnen. Spezielle Regeln gelten für das Auszählen am Sonntagabend. Dann werden von den Wahlhelfern vor Ort – in diesem Jahr sind es insgesamt 164 – nur die Zettel berücksichtigt bei denen ausschließlich komplette Listen angekreuzt wurden. Alle anderen Wahlunterlagen, bei denen kumuliert und panaschiert wurde, finden zunächst keine Berücksichtigung. Diese werden dann Anfang der Woche von Mitarbeitern des Rathauses ausgewertet. Deswegen ruht ansonsten der Betrieb in der Verwaltung bis auf Notdienste. Hönig geht davon aus, dass die Auszählung spätestens am Mittwoch beendet sein wird.

Insofern wird am Sonntagabend nur ein Trendergebnis zur Verfügung stehen, das noch keine hohe Aussagekraft haben wird. Dieses wird jedoch im Internet auf der Seite der Stadt Schlüchtern direkt veröffentlicht. Sämtliche Ortsbeiräte werden auch erst in der kommenden Woche ausgezählt, zuerst hingegen die Wahlzettel für das Stadtparlament in Augenschein genommen, dann die für den Kreistag.

Natürlich hofft Franziska Hönig auf eine hohe Wahlbeteiligung, weil das Ergebnis die Menschen unmittelbar betrifft. Sie selbst freut sich schon auf den Mittwoch, 25. März, wenn der Wahlausschuss abschließend zusammentrifft und sämtliche Wahlunterlagen erfolgreich geprüft hat. „Dann bin ich schon sehr froh“, betont die 27-Jährige. Die nächste Abstimmung, die sie dann betreuen darf, ist die Bürgermeisterwahl im Jahr 2028.

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Über 3.000 Menschen haben in Schlüchtern Briefwahl beantragt. Viele Unterlagen davon sind bereits wieder im Rathaus bei Rebecca Seibert (rechts), Christina Arndt (links) und Wahlleiterin Franziska Hönig abgeliefert worden. Foto: Ulrich Schwind

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Wahlleiterin Franziska Hönig mit einem überdimensionalen Muster-Wahlzettel für die Entscheidung auf Kreisebene. Foto: Ulrich Schwind


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