Freibad Schlüchtern: Klappt es mit dem Badevergnügen im Sommer?

Die Dichtigkeitsprüfung des Schwimmerbeckens ist erfolgreich abgeschlossen. Hier kann bald mit der Verfliesung begonnen werden. Links hinten ist das künftige Bademeister-Domizil zu sehen. Foto: Ulrich Schwind

Schlüchtern

Die umfangreichen Bauarbeiten im Schlüchterner Freibad biegen auf die Zielgerade ein. „Wir arbeiten derzeit mit allen verfügbaren Kräften an der Fertigstellung“, betont Marc Schmidt, Technischer Leiter Bauwesen bei der Stadtentwicklungsgesellschaft. Er verhehlt allerdings auch nicht, dass der strenge Winter den langfristigen Zeitplan kräftig durcheinandergewirbelt hat. Die lange Kälteperiode, der viele Schnee und der Regen haben für die Arbeiten im Außenbereich rund zehn Wochen an Zeit gefordert, die das Team jetzt versucht – zumindest in Teilen - wieder aufzuholen.

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Stadt Schlüchtern

Derzeit wuselt es deshalb an vielen Stellen auf der Baustelle in der Breitenbacher Straße. Rund zwei Dutzend Arbeiter sind Tag für Tag im Einsatz. Schwimmbadtechniker, Elektriker, Bauarbeiter, Baggerfahrer, Dachdecker, Estrich- und Fliesenleger sind parallel tätig. Die erfreuliche Meldung: Die Dichtigkeitsprüfung des Schwimmerbeckens ist über das Weihnachtsfest erfolgt und mittlerweile erfolgreich abgeschlossen. Hier kann also bald mit der Verfliesung des Bodens und der Seitenwände begonnen werden. Beim Nichtschwimmer-Becken soll die Prüfung in Kürze erfolgen.

Im Herzstück des Bades hat sich in den vergangenen Wochen einiges getan. Der große Technikraum im Untergeschoß des Hauptgebäudes ist mittlerweile gut mit den verschiedensten Rohren und Filteranlagen gefüllt. Und das sind einige Wasserverbindungen. Schließlich muss beispielsweise im Bereich des Kinderparadieses jede Attraktion mit einer eigenen Leitung versorgt werden. Die komplette Filteranlage sowie die Behälter für Schmutz- sowie Spülwasser sind fertiggestellt. In diesen Tagen beginnen die Arbeiten für die Technik zur Erwärmung des Wassers. Unmittelbar bevor steht auch die Ziehung der acht Meter tiefen Stahlwände, die während der Bauphase das Hauptgebäude am Eingang vor dem Druck der seitlichen Erdmassen geschützt haben. Auch sonst beginnen die Arbeiter mit dem Verfüllen der großen Ausbaggerungen rund um die Schwimmbecken – natürlich Stück für Stück, weil die an vielen Stellen querenden Rohre verdichtet eingebaut werden müssen.

Nur wenige Schritte weiter sorgen derzeit Fliesenleger für den richtigen Bodenbelag im Dusch- und Sanitärbereich. Der Imbiss nimmt ebenfalls Gestalt an. An einem großen Schiebefenster können sich die Badegäste künftig mit Essen und Trinken versorgen. Eine extra breite Ablagefläche vor der Öffnung bietet genügend Platz, alle gekauften Lebensmittel sicher abzustellen. „Wir haben nach dem heftigen Winterwetter den Schalter erfolgreich umgelegt“, zeigt sich Marc Schmidt erfreut. Jetzt sei wieder richtig Schwung in den Arbeiten. „Alle Firmen ziehen mit“, betont der Projektleiter und lobt die Qualität der eingesetzten Unternehmen, die – bis auf die Schwimmbad-Fachfirmen – sämtlich aus der Region kommen.

Wegen der Wetterbedingungen geht er bei der Wiedereröffnung des Schlüchterner Freibades von laut seinen Angaben "geringfügigen Verspätungen" aus. Anvisiert war zuletzt eine Inbetriebnahme des gesamten Komplexes zum Beginn der Sommerferien 2026. Nun spricht er „von dem Versuch, zum Start der Ferien wenigstens ein Schwimmangebot zu bieten“ - sprich: Die Becken sollen dann geöffnet werden. Die Nutzung der gesamten Anlage rundherum mit Liegeflächen und Spielgeräten wird erst später möglich sein.

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Der große Technikraum im Untergeschoß des Hauptgebäudes ist mittlerweile gut mit den verschiedensten Rohren und Filteranlagen gefüllt. Foto: Ulrich Schwind

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Derzeit beginnen die Arbeiten zum Verfüllen der großen Ausbaggerungen rund um die Schwimmbecken. Links ist das künftige Eingangsgebäude zu sehen. Foto: Ulrich Schwind

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Fachleute verlegen derzeit die Fliesen im Dusch- und Sanitärbereich. Foto: Ulrich Schwind

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Die Dichtigkeitsprüfung des Schwimmerbeckens ist erfolgreich abgeschlossen. Hier kann bald mit der Verfliesung begonnen werden. Links hinten ist das künftige Bademeister-Domizil zu sehen. Foto: Ulrich Schwind


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