Dass der Klimawandel längst auch in der Region angekommen ist, dürfte spätestens seit dem vermehrten Aufkommen von Starkregenereignissen und Dürre-Sommern bekannt sein.
Dass der Klimawandel längst auch in der Region angekommen ist, dürfte spätestens seit dem vermehrten Aufkommen von Starkregenereignissen und Dürre-Sommern bekannt sein.
Doch wie lässt sich das Thema auch fotografisch festhalten? Auf diese Frage bietet die neue Sonderausstellung im Bergwinkelmuseum nun Antworten in Form von eindrücklichen Bildern.
Bei der Vernissage der Sonderausstellung „Klimawandel im Kinzigtal“ herrschte im zweiten Stock des Bergwinkelmuseums jüngst reges Treiben. Rund 50 Gäste, darunter zahlreiche politische Vertreterinnen und Vertreter aus Schlüchtern, waren zur Eröffnung der Schau gekommen, die vom Verein „People Future Gelnhausen/Main-Kinzig“ konzipiert worden ist. Dieser hatte im vergangenen Jahr einen Wettbewerb organisiert, bei dem Bürgerinnen und Bürger aufgerufen waren, eigene Fotos zur Thematik einzureichen (wir berichteten). Unter den Siegern findet sich auch eine Schlüchternerin: Gisela Rösch erzielte mit ihrem Foto eines seltenen Trauermantels – die bislang letzte dokumentierte Sichtung des Tagfalters im Spessart – den dritten Platz. Sieger des Wettbewerbs wurde Peter Gasselsdorfer aus Bruchköbel mit dem Bild eines ausgetrockneten Felds.
In seiner Begrüßung ging Harald Eifert von den „People For Future“ auf die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Region ein. Dabei beleuchtete er bewusst weniger die Gründe für die Klimaveränderung, sondern fokussierte sich vielmehr auf konkrete Beispiele, wie der Wandel auch im Kinzigtal bereits sicht- und spürbar ist. So seien Hochwasser-Ereignisse öfter zu verzeichnen als noch vor einigen Jahren. Gleichzeitig würden Dürre-Perioden gerade im Sommer zunehmen.
Mit einer Frage übergab Eifert das Wort an Heinz-Jürgen Heil vom Magistrat der Stadt Schlüchtern: „Was tut die Stadt Schlüchtern, um die Auswirkungen des Klimawandels zu minimieren?“ Dies wusste Heil mit einer Auflistung zu beantworten, mit der er aufzeigte, welche Projekte die Stadt diesbezüglich bereits umgesetzt hat – etwa die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED, die energetische Sanierung städtischer Gebäude sowie die Einrichtung einer Elektro-Ladeinfrastruktur und eines Carsharing-Programms. Noch immer sei jedoch viel zu tun, um die Folgen des Klimawandels zu minimieren. Hier arbeite die Stadt intensiv an weiteren Objekten, etwa im Bereich Photovoltaik.
Abschließend richtete Harald Eifert dankende Worte an Marah Naumann, Zuständige für das Bergwinkelmuseum bei der Stadtverwaltung Schlüchtern, für die Unterstützung bei Planung und Aufbau von Ausstellung und Vernissage. Nach der offiziellen Eröffnung wanderten die Gäste durch den Ausstellungsraum und diskutierten teils angeregt vor den Fotos. Für den einen oder anderen Gaumenschmaus sorgte bei der Eröffnung diesmal nicht das klassische Glas Sekt, sondern Kaffee und selbstgebackener Kuchen der „People For Future“.
Die Ausstellung „Klimawandel im Kinzigtal“ ist bis Sonntag, 19. April, zu den regulären Öffnungszeiten des Bergwinkelmuseums zu sehen: am 2. und 16. (jeweils Donnerstag) von 16 bis 20 Uhr sowie am 5. und 19. April (Sonntag) von 11 bis 15 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen sind bei der Stadtverwaltung Schlüchtern unter Telefon (06661) 85-359 abrufbar.




Fotos: Stadt Schlüchtern
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