Nach zehn Jahren verabschiedet: Dank an Stadtverordnetenvorsteher Truß

Ein großer Dank für zehn Jahre Leitung des Stadtparlaments: Bürgermeister Matthias Möller (rechts) und Stadtverordneter Joachim Truß. Foto: Ulrich Schwind

Schlüchtern

„Das war ein wichtiger Abschnitt in meinem Leben.“ Joachim Truß schaut zufrieden auf die vergangenen zehn Jahre seines politischen Wirkens, in denen er Vorsteher der Schlüchterner Stadtverordnetenversammlung war.

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Der 73-Jährige blickte jetzt bei einer kleinen Feier zum Abschied seines Wirkens an der Spitze des Kommunalparlamentes zurück. Bürgermeister Matthias Möller hatte hierzu abseits der politischen Alltagsarbeit in sein Dienstzimmer eingeladen, um die Leistung von Truß zu würdigen.

Der SPD-Abgeordnete habe das Stadtparlament stets „elegant moderiert“, lobte das Stadtoberhaupt. Und das sowohl in lokal- als auch weltpolitisch bewegenden Zeiten. Möller nannte als Bandbreite den Neubau auf dem Langer-Areal, die Corona-Pandemie sowie den Ukraine-Krieg. Bei bisher fünf politischen Parteien im Stadtparlament sei das „Austarieren“ nicht immer einfach gewesen. Truß habe unter diesen Rahmenbedingungen in den vergangenen beiden Legislaturperioden eine besondere Verantwortung wahrgenommen und gut bewältigt.

Der Geehrte lobte die ausgesprochen gute Zusammenarbeit im Parlament, auch wenn die Meinungen und Ansichten der Parteien nicht immer übereingestimmt hätten, was für eine Demokratie normal sei. Nach dem Ende seiner Tätigkeit als Pfarrer – eine Zeit, in der er sich bewusst politisch neutral verhalten habe – trat er 2016 in die SPD ein und ließ sich auf deren Liste für die Kommunalwahl aufstellen. Die „DNA“ für die Sozialdemokraten sei ihm schon in der Kindheit im Kasseler Umland vorgegeben worden. So sei er beispielsweise auf eine Schule gegangen, deren Gründung der SPD zu verdanken war.

Als Parlamentschef habe er versucht, nicht nur der „Grußonkel“ zu sein, sondern im politischen Kontext seine eigene Note in den Redebeiträgen zu setzen. So habe er auch theologische und ethische Akzente eingebaut. Gleichzeitig gab er zu, bei mancher Entscheidung als Abgeordneter „Bauchschmerzen“ gehabt zu haben. Bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren hatte Truß übrigens beim Kumulieren und Panaschieren die meisten Stimmen aller Bewerber in Schlüchtern auf sich vereinen können.

Nun, da sich die politischen Mehrheiten in Schlüchtern verschoben haben, nimmt er wieder als normaler Abgeordneter „unten“ im Parlament Platz. In der ersten Sitzung der neuen Legislaturperiode wurde er zum ersten Stellvertreter des neuen Parlamentschef Bernd Schauberger gewählt. Außerdem ist er Mitglied des Sozialausschusses. Da wie dort will er weiterhin Akzente setzen. Denn seine Prioritäten haben sich nicht geändert. So sind ihm beispielsweise die Städtepartnerschaften zum polnischen Jarocin und dem französischen Fameck sehr wichtig. Auch die umfassende Sanierung der ehemaligen Synagoge ist für ihn eine Herzensangelegenheit, für die er sich gerne engagiere.

Und der 73-Jährige räumt ein, dass ein solch großes Maß an ehrenamtlicher Arbeit, schon etwas mit „Liebe zu Schlüchtern“ zu tun hat – auch wenn dies nur seine Wahlheimat ist. Da passte es gut, dass Bürgermeister Möller ihm bei der Ehrung mit einem hölzernen Schriftzug „I love SLÜ“ dankte – neben einer Urkunde, einem Präsent und einem großen Blumenstrauß.

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Ein großer Dank für zehn Jahre Leitung des Stadtparlaments: Bürgermeister Matthias Möller (rechts) und Stadtverordneter Joachim Truß. Foto: Ulrich Schwind


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