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Di, Mai
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Freibad Schlüchtern: Eine Million Liter Heizöl gespart
Erfolgreiche Vertragsunterzeichnung: Karl-Friedrich Rudolf (Mitte) liefert über sein Unternehmen auch künftig die Energie für das Freibad der Stadt – hier vertreten mit Bürgermeister Matthias Möller (rechts) und Erstem Stadtrat Reinhold Baier. Foto: Ulrich Schwind
Für ausreichend Wärme in den Schwimmbecken ist schon mal gesorgt: Auch nach Wiedereröffnung des Freibades Schlüchtern in diesem Sommer greift die Stadtverwaltung auf ein geniales Wärmekonzept zurück. Ohne Öl und ohne Gas und ohne lange Transportwege wird die Freizeitanlage optimal versorgt. Lieferant der benötigten Energie ist die Möbelfabrik Fr. Rudolf & Sohn GmbH + Co.KG, die nur wenige Meter entfernt in der Dreispitzenhohle 5 ansässig ist.
Und bei den Produktionsprozessen fallen verständlicherweise auch Verschnitte und Holzspäne an, die nicht achtlos weggeworfen werden, sondern als wertvoller Rohstoff in zwei modernen Heizkesseln verbrannt werden. Die daraus entstehende Energie wird nicht nur in dem Traditionsunternehmen selbst eingesetzt, sondern eben auch im Schlüchterner Freibad. Diese Kooperation gibt es schon seit dem Jahr 2010. Geschäftsführer Karl-Friedrich Rudolf hat ausgerechnet, dass in diesem Zeitraum bis zur Schließung der Schwimmanlage vor der großen Umbaumaßnahme die Stadt Schlüchtern fast eine Million Liter Heizöl eingespart hat.
„Eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle Lösung“, betont Bürgermeister Matthias Möller (parteilos) bei der Unterzeichnung eines neuen Rahmenvertrages für die kommenden Jahre. „Damit haben wir ausreichend Energie für eines der wärmsten Freibäder im gesamten Umkreis“, freut sich das Stadtoberhaupt.
Und auch finanziell rechnet sich das Projekt für die Kommune. Über eine Leitung werde die Rudolf´sche Fernwärme wesentlich billiger als zu sonst marktüblichen Preisen angeboten, betont Karl-Friedrich Rudolf: „Das ist eine preiswerte Beheizung ohne fossile Brennstoffe.“ Der Bürgermeister pflichtet ihm bei und spricht von einer „Traumkonstellation“. Dabei verweist er auf die räumliche Nähe von Firma und Freibad am Schlüchterner Stadtrand. Auf diese Weise könne die Stadt erfolgreich zusammen mit einem heimischen Unternehmen etwas bewirken. Dieses nutze somit deren Kesselanlage wirtschaftlich aus. Eine echte „Win-Win-Situation“ schwärmt Möller.
Und Karl-Friedrich Rudolf sieht auch einen persönlichen Vorteil: Als Schlüchterner Bürger wolle er schließlich hin und wieder auch im warmen Wasser des neuen Freibades seine Bahnen drehen.
Erfolgreiche Vertragsunterzeichnung: Karl-Friedrich Rudolf (Mitte) liefert über sein Unternehmen auch künftig die Energie für das Freibad der Stadt – hier vertreten mit Bürgermeister Matthias Möller (rechts) und Erstem Stadtrat Reinhold Baier. Foto: Ulrich Schwind
Um das Schlüchterner Freibad betreiben zu können, ist viel Technik notwendig, wie hier in diesem Raum im Keller der Anlage zu sehen ist. Foto: Ulrich Schwind