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Di, Mai
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Hans Konrad Neuroth: „Homo politicus“ scheidet aus Magistrat aus
Lob und Dank gab es für Hans Konrad Neuroth (links) von Bürgermeister Matthias Möller zum Ende von dessen Tätigkeit im Magistrat der Stadt Schlüchtern. Foto: Ulrich Schwind
Seit über 50 Jahren engagiert er sich in der Kommunalpolitik: Hans Konrad Neuroth. Jetzt, da er aus dem Magistrat der Stadt ausgeschieden ist, hat ihm Bürgermeister Matthias Möller (parteilos) für sein langjähriges Engagement gedankt.
Mi 17 Jahren begann der Ur-Schlüchterner sein Engagement in der Jungen Union, später wechselte er in die CDU. Für sie war er Vorsitzender des Stadtverbandes und viele Jahre im Parlament, größtenteils als Fraktionschef. Während seiner Tätigkeit hat er mit Reinhold Anderlitschek, Hans Schott, Falko Fritzsch und Matthias Möller zahlreiche Bürgermeister erlebt.
Aus verschiedenen politischen Gründen verließ er die CDU und gründete im Jahr 2014 die BürgerBewegung Bergwinkel, für die er zuletzt auch sechs Jahre im Magistrat tätig war. Nun nach der Kommunalwahl haben sich die Mehrheitsverhältnisse verändert, so dass Neuroth wieder im Stadtparlament ein Mandat bekommen hat. Hier wurde er kürzlich von seiner Fraktion zum Vorsitzenden gewählt. Auch im Kreistag war er in früheren Jahren tätig.
„Ich mache die parlamentarische Arbeit lieber“, betonte der 73-Jährige jetzt im Rahmen einer kleinen Feierstunde bei Bürgermeister Möller. Hier könne man flexibler agieren und eher politisch etwas bewegen.
Das Stadtoberhaupt bedankte sich bei Neuroth für dessen Tätigkeit im Magistrat der Stadt. In den vergangenen fünf Jahren habe dieser „engagiert und verantwortungsvoll“ mitgearbeitet. „Das ging nur aus Liebe zur Stadt Schlüchtern“, betonte Möller. Die sei durchaus vorhanden, bestätigte Neuroth. Schlüchtern mit seiner tollen Landschaft liege ihm sehr am Herzen. Wenn er aus dem Urlaub zurückkehre, freue er sich regelmäßig beim letzten Stück der Heimfahrt über den Anblick der Bergwinkelstadt und ihrer drei Türme.
Als Rechtsanwalt habe er auch in der Vergangenheit stets versucht, bei bestimmten Fragen der Stadt juristisch zu helfen. Er bezeichnete sich selbst als „homo politicus“ und kündigte an, jetzt nicht die komplette Legislaturperiode im Parlament tätig sein zu wollen. Sein Hauptaugenmerk gelte nun, die Fraktionskollegen gut in die Arbeit einzuführen, bevor er sein Mandat während der laufenden Legislaturperiode zurückgebe.
Als wichtige Aufgaben sieht er beispielsweise die umfassende Sanierung der Synagoge, in deren Förderverein er sich auch stark engagiert. Sein Ziel sei es ferner, in Schlüchtern ein Hospiz anzusiedeln, weil es für die Menschen wichtig sei. Weitere Herzensanliegen sind für ihn die bessere Anbindung der Ortsteile, die Stärkung des Schulstandortes und die Heranführung von jungen Menschen an die Politik.
Von Möller bekam Neuroth nicht nur Dankesworte für sein jahrelanges Engagement, sondern auch eine Urkunde, ein Präsent, einen Blumenstrauß sowie einen hölzernen Schriftzug „I love SLÜ“.
Lob und Dank gab es für Hans Konrad Neuroth (links) von Bürgermeister Matthias Möller zum Ende von dessen Tätigkeit im Magistrat der Stadt Schlüchtern. Foto: Ulrich Schwind