Bürgermeister Falko Fritzsch lud zu einer Informationsveranstaltung über "Flüchtlinge und Asylbewerber in Schlüchtern" in die Stadthalle Schlüchtern ein.
Als Gastrednerin sprach Susanne Simmler, Erste Kreisbeigeordnete des Main-Kinzig-Kreises, und erklärte die Anstrengungen des Kreises zur Aufnahme und Integration der zugewiesenen Flüchtlinge. Sie nannte die aktuellen Zahlen für Schlüchtern: Bis Ende März 2016 sollen 325 Personen in Schlüchtern aufgenommen werden, derzeit sind schon 272 aufgenommen worden. Noch müssen 54 Personen aufgenommen werden. Darin enthalten ist die Sondersituation Hof Reith, die Erstaufnahmeeinrichtung des Main-Kinzig-Kreises, mit derzeit 207 belegten Plätzen von 221. Dem gesamten Stadtgebiet sind 65 Personen zugeordnet. Diese sollen nach den Plänen der Stadt Schlüchtern in zentraler Lage im Werckmeisterhaus untergebracht werden, das vor Kurzem angekauft wurde.
Fritzsch lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Main-Kinzig-Kreis. Schlüchtern hatte wegen Hof Reith lange keine Flüchtlingszuweisungen, erhält aber jetzt aufgrund der steigenden Flüchtlingszahlen Zuweisungen. Darum ist es notwendig, dafür Wohnraum in Schlüchtern zu finden. Die zentrale Unterbringung im Werckmeisterhaus, das 36 Wohnungen in drei Hausabschnitten umfasst, ermögliche eine schnelle und humane Unterbringung. Fritzsch machte angesichts der kommenden Herausforderungen deutlich: "Integration wird nur gelingen, wenn wir diesen Zustand als normal empfinden." Zum Schluss äußerte er die Hoffnung: "Es könnte für uns alle ein Gewinn werden!"
In der angeregten Diskussion kamen verschiedene Standpunkte zum Ausdruck. Es zeigte sich, dass bereits von vielen Mitbürgern ein starkes ehrenamtliches Engagement für die Flüchtlinge geleistet wird.
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