Bürgerallianz gegen Lärm und Raserei informiert Landtagsabgeordneten Ziegler

Herolz
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Die Bürgerallianz gegen Lärm und Raserei / Herolz-wehrt-sich hatte den neuen Vogelsberger SPD-Landtagsabgeordneten Maximilian Ziegler zu einem Gespräch über die weiterhin unbefriedigenden Regelungen in der Ortsdurchfahrt L 3180 im Stadtteil Herolz gebeten.



Der Abgeordnete aus dem Vogelsberg ist für die SPD-Landtagsfraktion Sprecher für Verkehr, Mittelstand, ländlicher Raum, sowie Jagd- und Fischereiwesen. Zudem betreut er für die SPD-Fraktion den Wahlkreises 42 (Gelnhausen/Schlüchtern), der keinen eigenen SPD-Abgeordneten mehr stellt. Ziegler wurde über die starke Verkehrsentwicklung der vergangenen 30 Jahre informiert, über die bereits vor 25 Jahren veranstaltete Demo der Anlieger für eine Blitzlichtanlage in Herolz-Ost, als auch über die von Rudi Mihm im September 2019 gestarteten Aktionen - auch via gelben und orangenen Westen-Demos - für eine gezielte und nachhaltige Einhegung des örtlichen Durchgangsverkehrs.    

Ziegler wurde nachdrücklich seitens der Teilnehmer am morgendlichen Treffen am 25.06.2024 - direkt an der lauten Landesstraße mit dem morgendlichen Berufsverkehr - auf die von der Herolzer Bürgerschaft kritisierten, bisherigen Maßnahmen aufmerksam gemacht: "Die im vergangenen Monat März einführte Maßnahme: Ein viel zu kurzer Straßenabschnitt der Landstraße zwischen der 'Gundhelmer und der Ahlersbacher'  mit einer nächtlichen Tempo 30-Regelung. Niemand versteht dies, niemand erklärte uns, warum der eher noch höher belastete östliche Abschnitt der Brückenauer Straße Richtung Sinntal davon ausgenommen wurde.  Es wird zudem ortsauswärts nach wie vor zu oft beschleunigt, auch tagsüber. Und warum in Herolz keine durchgängige, nächtliche Tempo-Beschränkung auf 30 km/h machbar ist, wie anderswo vielfach praktiziert oder in vielen anderen Bundesländern bereits eingeführt, ist uns mehr als schleierhaft", so Rudi Mihm.

Die aus dem Sinntal kommenden Fahrzeuge hätten weiterhin ein viel zu hohes Tempo, wie die Tempo-Display-Auswertungen seitens des Herolzer Ortsbeiratsmitglieds Rudolf Falk es aufzeigen würden: "Und der besonders bei bestimmten Wetterlagen den Osten von Herolz überdröhnende Lärm von Land- und Kreisstraße (hier auch oft ein dichter Schwerlastverkehr zum und vom Basaltbruch Schlinges) bedrückt die Anlieger weiterhin sehr. Die Strecke bergauf Richtung Sinntag wird als Rennstrecke gern genutzt. Der Verkehrslärm überlagere oft jegliches Gespräch und stört den Schlaf. Doch Lärm könne nachweislich krank machen - laut neueren wissenschaftlichen Studien. Wir fragen uns: Wer schützt die Herolzer Anlieger davor?"

Was aber ebenso als sehr enttäuschend empfunden werde in Herolz sei das Informationsverhalten der Behörden: "Dass nach der Verkehrsschau in Schlüchtern Ende November 2024 keine entsprechenden Informationen seitens der Behörden erfolgt sind, weder von den zuständigen hessischen Straßenbehörden noch seitens der Stadt Schlüchtern. Gerne würden wir das Protokoll über diese Experten-Zusammenkunft einsehen wollen (ob es denn eine Niederschrift existiere ?…wurde gemunkelt). Unsere Anfrage für einen Gesprächstermin mit Bürgermeister Möller blieb bisher unbeantwortet", so berichtete Rudi Mihm.

"Warum der stationäre Blitzer an der Herolzer Kirche seit Juli 2022 nur zwischen 07.00 Uhr und 17.00 Uhr geschaltet ist, wird nicht nur seitens des Herolzer Ortsbeirates weiter und breit hinterfragt. Warum darf dieses hochmoderne Messgerät, aus städtischen Mitteln angeschafft, nicht nach 17.00 Uhr auf Tempo 50 scharf gestellt werden?, fragte die Ortsbeirätin Rosi Lauer wiederholt. Sie verstehe die Welt nicht mehr, "was uns hier im Ort zugemutet wird seitens der Landesregierung in Wiesbaden".

Maximilian Ziegler wurde von den Bürgern gebeten, die örtlichen Anliegen fest auf seinen Schirm zu nehmen und seinerseits in den kommenden Wochen bei den hessischen Behörden nachzuhaken: "Dazu gehört auch unsere Frage, warum die Lärm-Erlasse aus dem hessischen Verkehrsministerium aus dem Jahre 2023 bisher keine Berücksichtigung fanden; diese wurden von der Herolzer Bürgerallianz weit vor der Verkehrsschau im November formell dem städtischen Ordnungsamt als auch Magistratsmitgliedern vorgelegt. Wir signalisierten, dass wir im Herbst den Austausch weiterführen möchten. Dem Abgeordneten Ziegler wurde verdeutlicht, dass wir mit Blick auf die vielen großen Problemfelder in diesem unserem Lande gerade auf der untersten, örtlichen Ebene beginnen müssten, die Dinge, die nicht stimmig sind oder gar einer Lösung harren, intensiv anzugehen. Ermessensspielraum besteht gerade bei Verkehrsthemen, wo die SPD in der Hessischen Regierung Klarheit schaffen könnte. Gemeinsam könnten wir unbefriedigende Lebensumstände  verbessern, auch um wieder Vertrauen zu schaffen zwischen den oft frustrierten Bürger-/innen und der Politik / den Verwaltungen", so Rudi Mihm.

Maximilian Ziegler nehme den Verkehrslärm  und die Belastungen in Herolz sehr ernst und kenne auch ähnliche Probleme im Vogelsberg. Eine Zusage für Besserungen wollte er jedoch bei diesem ersten Besuch nicht abgeben. „Wir werden den Verkehr an dieser Stelle nicht einfach abschalten können, denn er ist ja nun mal da. Zudem ist es auch nicht meine Art, Dinge zu versprechen, die ich nicht einhalten kann. Aber ich werde die zuständigen Stellen kontaktieren und dann sehen, was sich machen lässt“, so Maximilian Ziegler abschließend.

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