Wohnhausbrand in Schlüchtern: Feuerwehrmann verletzt, 300.000 Euro Sachschaden

Herolz

Zu einem Großbrand kam es in der Nacht zum Sonntag im Schlüchterner Stadtteil Herolz (wir berichteten). Dabei brannte ein Wohnhaus bis auf die Grundmauern nieder. Aufgrund verschiedener spezieller Gegebenheiten bedeutete der Einsatz eine große Herausforderung für die Hilfskräfte. Ein Feuerwehrmann zog sich leichte Schnittverletzungen zu. Mittels Sirene wurden kurz nach zwei Uhr zahlreiche Einsatzkräfte aus der Region in Bewegung gesetzt. Als diese eintrafen, stand das Einfamilienhaus bereits in Vollbrand.

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Stadt Schlüchtern

Die Feuerwehr startete unter Leitung des stellvertretenden Stadtbrandinspektors Christian Gärtner zunächst mittels Drehleiter von der Straßenseite her einen Löschangriff. Hauptziel war in diesem Zusammenhang, ein benachbartes angrenzendes Wohnhaus vor den Flammen zu schützen. Dabei bereitete nicht nur die starke Hanglage des Grundstücks den Helfern große Probleme. Auch die Holzständerbauweise sowie eine großflächige Photovoltaikanlage auf dem Dach fachten das Feuer kräftig an.

Über 70 Einsatzkräfte von zahlreichen Feuerwehren der Region waren im Einsatz, so aus der Innenstadt sowie den Stadtteilen Herolz und Niederzell. Aus Steinau und Flieden wurden Abrollbehälter angefahren, um genügend Löschwasser zur Verfügung zu haben. Schließlich kam aus Maintal-Hochstadt ein Teleskopmast-Fahrzeug, von dem aus ebenfalls das Feuer bekämpft wurde. Heute Morgen wurde schließlich noch die Freiwillige Feuerwehr Elm alarmiert, um mit frischen Kräften weiteren Glutnestern zu Leibe zu rücken. Auf der Gebäuderückseite musste von Hand und mit Hilfe von Leitern das Dach geöffnet werden, um letzte Löscharbeiten vorzunehmen.

Die DRK-Bereitschaften aus Schlüchtern und Steinau sorgten für die Sicherheit der Einsatzkräfte, ferner der Rettungsdienst sowie ein Notarzt. Das DRK Schlüchtern kümmerte sich auch um die Verpflegung der Helfer. Vor Ort waren zudem die gesamte Schlüchterner Stadtbrandinspektion, Kreisbrandmeister Markus Felber, ein Notfallseelsorger, zwei Streifen der Polizei aus Schlüchtern und Bad Orb sowie Bürgermeister Matthias Möller (parteilos). Letzterer dankte den Helfern für ihr Engagement: „Der Einsatz zeigt, dass wir uns auf die Kameradinnen und Kameraden verlassen können.“ Es sei beruhigend, dass bei dem Unglück niemand ernsthaft zu Schaden gekommen sei.

Nach Angaben der Polizei entstand bei dem Feuer ein Sachschaden an dem Brandhaus sowie dem benachbarten Gebäude von geschätzt rund 300000 Euro. Die Brandursache ist bislang unbekannt. Voraussichtlich am morgigen Montag werden Ermittler der Kriminalpolizei mit der Suche nach der Ursache beginnen. / hd

Fotos: Ulrich Schwind


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